Unglück

Kreis Main-Spessart: Wanderer stürzt vom Kalbenstein und wird schwer verletzt

Ein Wanderer ist am Donnerstag vom Kalbenstein im Kreis Main-Spessart etwa 30 Meter in die Tiefe gestürzt.
Ein Wanderer ist am Donnerstag vom Kalbenstein im Kreis Main-Spessart etwa 30 Meter in die Tiefe gestürzt. Foto: Marcus Brandt/dpa
 
Nachdem am Donnerstagabend ein Wanderer vom Kalbenstein in die Tiefe gestürzt war, musste er mit lebensbedrohlichen Verletzungen behandelt werden. Doch wie die Polizei am Freitagnachmittag berichtet, ist der Mann glücklicherweise über den Berg. Es besteht keine Lebensgefahr mehr.

Gegen 19:15 Uhr teilte ein Fahrgast bei der Feuerwehr Karlstadt telefonisch mit, dass er soeben bei der Zugfahrt den Sturz einer Person vom Kalbenstein beobachtet habe. Der unmittelbar an der Eisenbahnlinie und B26 liegende Berg wurde daraufhin von einem Großaufgebot an Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei abgesucht. Hierbei kamen auch ein Rettungshubschrauber sowie ein Hubschrauber der bayerischen Polizei zum Einsatz.

Im Bereich des Steilhangs "Edelweiß" konnte dann der 62-Jährige aus dem Landkreis Main-Spessart aufgefunden werden. Der Mann hatte nach einem Sturz von fast 30 Metern Tiefe schwere Verletzungen davon getragen.

Der Verletzte konnte in dem schwierigen Gelände etwa zwei Stunden nach dem Notruf erfolgreich durch die Bergwacht Frammersbach mittels der Seilwinde des Polizeihubschraubers geborgen werden.

Für die Rettungskräfte ergab sich bei der Rettungsaktion ein Wettlauf gegen die Zeit, da sich eine Bergung mit dem Hubschrauber bei Dunkelheit als sehr problematisch gestaltet hätte. Der Wanderer wurde in ein Krankenhaus geflogen, nach derzeitigem Erkenntnisstand besteht für ihn Lebensgefahr.

Die bisherigen Ermittlungen zu dem Unfallgeschehen ergaben, dass der 62-Jährige zusammen mit einer kleinen Gruppe zum Wandern auf dem Kalbenstein unterwegs war. Kurz vor dem Absturz hatte sich der Mann offenbar von der Gruppe entfernt und wurde von dieser erst später vermisst. Die genauen Hintergründe zu dem Absturz sind bislang nicht abschließend geklärt und Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen, die von der Polizeiinspektion Karlstadt übernommen wurden. Es liegen derzeit keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden vor.

Bei der Rettungs- und Suchaktion waren weiterhin zwei Streifen der Polizeiinspektion Karlstadt, eine Streife der Operativen Ergänzungsdienste Würzburg, Angehörige der Frammersbacher Bergwacht sowie der Freiwilligen Feuerwehren Karlstadt und Gambach im Einsatz.

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