Bio-Lebensmittel haben sich einer Studie zufolge von der Nische zum "Mainstream" entwickelt. Bio habe nun praktisch alle Haushalte erreicht, sagte Robert Kecskes vom Marktforschungsinstitut GfK am Freitag kurz vor Start der weltgrößten Ernährungsmesse Anuga in Köln (7. Oktober).

Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln sei zuletzt auf einen Jahreswert von gut sechs Milliarden Euro gewachsen. Ein großer Trend seien proteinhaltige Produkte. "Das geht durch die Decke." Dieser Bereich spiele aber noch eine kleine Rolle.



Voll im Trend: glutenfrei, laktosefrei und zuckerfrei

Stark wachsen würden zudem Free-From-Angebote - ohne Gluten, Zucker oder Laktose. Auch der Bereich "Superfood-Modern" etwa mit Chia-Samen oder exotischen Pflanzenextrakten verzeichnet Zuwächse, wie aus der Untersuchung "Consumers Choice 2017" von GfK und Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) hervorgeht.

BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff betonte, ausgewogene Ernährung und der Frische-Aspekt seien Kunden immer wichtiger. Neben Protein legten Soja und Veggie deutlich zu.
Die Koelnmesse erwartet bei der Anuga von diesem Samstag bis 11. Oktober einen Rekord von 7400 Anbietern aus 107 Ländern.


Insekten-Bestandteile in Lebensmitteln


Sofort verzehrbare "Ready-To-Eat"-Produkte machen einen großen Anteil aus. Das Spektrum an Lebensmitteln werde größer, sagte Sprecher Dietmar Eiden. Erste Produzenten nutzen Insekten-Bestandteile, neu seien auch Zutaten wie Birkensaft.


Die Anuga tischt Acai-Beeren-Müsli, Rote-Bete-Toasts, Chips mit Mint- oder Wasabi-Aroma auf. Außerdem werden Snackbällchen aus Grillen, fleischfreie Schnitzel, vegane Thunfisch-Ersatzprodukte oder Whisky-Cornichons präsentiert.