Kriminalität

Aktenzeichen XY zeigt 18 Jahre alten Mordfall

Knapp 18 Jahre nach einem Mord in der Oberpfalz hofft die Kripo auf einen Fahndungserfolg durch die Fernsehsendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst". Im Februar 1993 war dem 41 Jahre alten Besitzer eines Schuhhauses in der Grenzstadt Furth im Wald (Landkreis Cham) die Kehle durchgeschnitten worden.
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Rudi Cerne präsentiert in seiner Sendung einen 18 Jahre alten Mordfall aus der Oberpfalz. Foto: Thomas K. Schumann/ZDF
Der Täter ist bis heute auf der Flucht. Deshalb werde der Fall an diesem Mittwoch (8. Dezember) um 20.15 Uhr in der ZDF-Sendung gezeigt, teilten das Regensburger Polizeipräsidium und die "XY"-Redaktion mit.
Da es nach dem Verbrechen Spuren gab, die ins 19 Kilometer entfernte Domazlice in Böhmen führen, sollen mit der Fernsehfahndung speziell auch Tschechen angesprochen werden. Für die Zuschauer in dem Nachbarstaat gibt es eine eigene Telefonnummer, damit die Tschechen in ihrer Landessprache Hinweise durchgeben können. Sie werden dann mit dem deutsch-tschechischen Polizeizentrum in Schwandorf verbunden.
Die Regensburger Kriminalpolizei rollt seit dem vergangenen Sommer den Mordfall noch einmal neu auf, um mit modernen Ermittlungsmethoden doch noch den Täter zu fassen. Mysteriös an dem Fall ist, dass zwei Jahre nach dem Verbrechen ein anonymer Brief mit detaillierten Angaben zu den persönlichen Verhältnissen des Opfers an die Further Polizei geschickt wurde.
Der Täter war am 8. Februar 1993 kurz nach Öffnung des Schuhladens gegen 9.30 Uhr in das Geschäft gegangen, hatte dem Inhaber von hinten die Kehle durchgeschnitten und immer wieder auf den Mann eingestochen. Um einen Raubmord handelte es sich nicht. Geld nahm der Täter nicht mit, die Kasse blieb unberührt. In der Fernsehsendung werden nun zwei Phantombilder gezeigt. dpa
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