Mordserie

"Im Kampf gegen Rechts weiter gegangen als erlaubt"

Der frühere bayerische Innenminister und Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) sieht beim Kampf gegen den Rechtsextremismus keine Versäumnisse der bayerischen Behörden.
Günther Beckstein (CSU) Foto: epd
 
"Im Gegenteil: Wir sind bei Rechtsextremisten härter vorgegangen als bei Linksextremisten - weil die Zustimmung in der Bevölkerung hier viel größer ist. Manchmal gingen wir sogar weiter, als der Rechtsstaat eigentlich erlaubt", sagte der CSU-Politiker dem "Münchner Merkur".
Im Fall des geplanten Anschlags auf die Grundsteinlegung der Münchner Synagoge sei einem der Hauptverdächtigen eine Videokamera im Schlafzimmer installiert worden - was das Bundesverfassungsgericht später als unzulässig gewertet habe. "Sie sehen, wir haben alles versucht", sagte Beckstein. Wer nun behaupte, man sei auf dem rechten Auge blind gewesen, habe "keine Ahnung". dpa

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