Hohenfels
Übungsplatz Hohenfels

Drohne des US-Militärs in der Oberpfalz abgestürzt

In Hohenfels in der Oberpfalz ist eine militärische Drohne abgestürzt. Dort gibt es einen Truppenübungsplatz der US-amerikanischen Armee. Über den Absturz der Militärmaschine sind bisher nur spärliche Informationen öffentlich geworden.
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Eine amerikanische Drohne vom Typ MQ-9 Reaper Foto: dpa
Eine amerikanische Drohne vom Typ MQ-9 Reaper Foto: dpa
Nahe dem Übungsplatz der US-Armee in Hohenfels (Oberpfalz) ist eine Militärdrohne abgestürzt. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, ist das Fluggerät über unbewohntem Gebiet abgestürzt und erst drei Tage später gefunden worden. Um welchen Typ es sich handelt oder ob die Drohne Waffen an Bord hatte sei nicht bekannt gegeben worden. Ein Sprecher der US-Armee bestätigte den Absturz gegenüber dem BR am Dienstag. Näheres wollte er nicht öffentlich machen.

Die Drohnen sind in der Region um die Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels ein Reizthema. Im Sommer 2013 wurde bekannt, dass die US-Armee über zivilem Gebiet Testflüge plant. Dies rief großen Protest in der Bevölkerung hervor, da befürchtet wurde, die Tests seien nicht sicher. Nun scheint mit dem Absturz der befürchtete Fall eingetreten zu sein. red


Irrflug im Februar zwischen Grafenwöhr und Vilseck (Landkreis Amberg/Sulzbach)

Im Februar sorgte eine US-Drohne mit einem Irrflug zwischen Grafenwöhr und Vilseck (Landkreis Amberg/Sulzbach) für Aufregung. Es handelte sich um eine Drohne vom Typ Hunter. Der Pressesprecher der US-Army in Grafenwöhr versicherte, dass es sich um ein Versehen gehandelt habe. "Vor weiteren Flügen muss die mit dem Fluggerät übende US-Einheit neu ausgebildet und mit den Richtlinien und Einschränkungen des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr neu zertifiziert werden", sagte Oberstleutnant Brian Carlin. Die Drohnen seien unbewaffnet und ohne aktive Aufklärungssysteme.

Luftkorridore wurden geschaffen

Damals hatte sich seit Monaten in der Oberpfalz Unmut über Drohnenflüge der US-Army geregt. Bis zu der Hunter-Drohne war jedoch kein Flug über ziviles Gebiet bekannt gewesen. Für Transitflüge von Grafenwöhr zum benachbarten Übungsplatz Hohenfels hatte das Amt für Flugsicherung der Bundeswehr und die Deutsche Flugsicherung zusammen mit der US-Army zwei Luftkorridore östlich von Amberg und westlich von Sulzbach geschaffen. Die Drohnen müssen in einer Höhe von mindestens 3300 Meter fliegen und bewohnte Gebiete meiden. dpa








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