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Gesundheit

Die Infektionsgefahr durch Zeckenbisse in Bayern steigt

In Bayern wächst das Risiko, sich nach einem Zecken-Kontakt in der Natur mit dem Erreger der Hirnhautentzündung zu infizieren.
Die Infektionsgefahr durch Zeckenbisse im Freistaat steigt. Es wird zur Schutzimpfung gegen Hirnhautentzündung geraten. Symbolbild: pixabay.com
 
von DPA
ie sind oft nur stecknadelkopf-groß, im ungünstigsten Fall aber können sie gefährliche Erreger übertragen: Zecken haben nach Erkenntnissen des bayerischen Gesundheitsministeriums in den vergangenen Jahren das Risiko, sich mit dem gefährlichen Erreger der Hirnhauentzündung (FSME) zu infizieren, weiter erhöht. 2016 hatten die bayerischen Gesundheitsbehörden 159 FSME-Fälle registriert - 31 mehr als 2015.
Inzwischen gehörten 83 von 96 bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten zu sogenannten FSME-Risikogebieten, berichtete Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch in Erlangen. Neu hinzugekommen sei im vergangenen Jahr der Landkreis Dachau. Auch in größeren Städten seien Menschen nach dem Kontakt mit Zecken nicht mehr vor der sogenannten Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sicher.

Huml riet deshalb dringend dazu, sich gegen FSME impfen zu lassen. "Von April bis Oktober ist die Gefahr am größten. Deshalb ist es höchste Zeit für eine Schutzimpfung", betonte sie bei einem Besuch im Landesamt für Gesundheits- und Lebensmittelsicherheit (LGL). Anschließend griff die Ministerin, die selbst Ärztin ist, zur Impfspritze und verpasste dem Präsidenten des Bayerischen Jagdverbandes, Jürgen Vocke, eine schützende Dosis.
Vocke selbst riet davon ab, sich bei der Mittagspause im Park, während der Rast beim Wandern oder bei der Jagd direkt auf den Boden zu setzen. Zecken fielen nicht vom Baum, sondern tummelten sich meist auf Gräsern und anderer bodennaher Vegetation. Wer verhindern wolle, dass Zecken etwa beim Wandern auf die Haut gelangten, sollte seine Socken über die Hosenbeine ziehen oder Gummistiefel tragen, riet er.

Nach Angaben des Präsidenten der Bayerischen Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen, Nikolaus Frühwein, sind für einen kompletten FSME-Impfschutz drei Impfungen innerhalb eines Jahres erforderlich. Aber bereits 14 Tage nach der zweiten Impfung bestehe für 90 Prozent der Geimpften ein Schutz.

Nach Humls Einschätzung ist eine FSME-Erkrankung keine Lappalie. Die Folgen könnten Entzündungen von Hirnhaut, Gehirn oder Rückenmark sein. Vor allem bei älteren Menschen könne die Erkrankung einen schweren Verlauf nehmen. Von den 159 im vergangenen Jahr an FSME erkrankten Menschen hätten 134 im Krankenhaus behandelt werden müssen. Ein Patient sei sogar daran gestorben. Zudem könnten Zecken auch die gefährliche Infektionskrankheit Lyme-Borreliose übertragen. Sie könne aber gut mit Antibiotika behandelt werden.
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