München
Wahlkampf

CSU kämpft auch auf Russisch um Stimmen bei der Bundestagswahl

Mit einer Kampagne in russischer Sprache in sozialen Netzwerken kämpft die CSU im Bundestagswahlkampf um zusätzliche Wählerstimmen.
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Der bayerische Minsterpräsident Horst Seehofer (CSU) sitzt am 17.03.2017 in Moskau (Russland), kurz vor Ende seiner dreitägigen Reise nach Moskau (Russland), zwischen der deutschen und er russischen Fahne. Foto: Peter Kneffel/dpa
Der bayerische Minsterpräsident Horst Seehofer (CSU) sitzt am 17.03.2017 in Moskau (Russland), kurz vor Ende seiner dreitägigen Reise nach Moskau (Russland), zwischen der deutschen und er russischen Fahne. Foto: Peter Kneffel/dpa
"Wir machen unsere Hausaufgaben zu informieren und arbeiten dafür, diese Wähler als wichtige Gruppe direkt anzusprechen", sagte Generalsekretär Andreas Scheuer der Deutschen Presse-Agentur in München.

Zuvor hatte Zeit.de darüber berichtet, dass etwa Bilder von Parteichef Horst Seehofer oder von Scheuer bei Facebook-Nutzern zu sehen waren, die sich für den umstrittenen Nachrichtensender RT interessieren. In den Anzeigen finden sich markige Aussagen: "Wir wollen keine Republik, in der linke Kräfte und der Multikulturalismus die Vorherrschaft haben", steht neben dem Konterfei von Seehofer; bei Scheuer ist "Der deutsche Pass ist keine Ramschware" zu lesen.

"Uns interessiert nicht der Sender RT, sondern uns interessieren die Deutschen aus Russland", sagte Scheuer. Parteichef und Ministerpräsident Seehofer wollte auf seiner Russlandreise das Thema nicht kommentieren. In Deutschland gibt es rund 1,5 Millionen Russlanddeutsche, die auch wahlberechtigt sind. Auch die AfD hatte in der Vergangenheit gezielt um Stimmen von Russlanddeutschen geworben.
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