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NSU-Prozess

Beim NSU-Prozess kommt ein Ende in Sicht

Der Vorsitzende Richter forderte die Prozessparteien am Donnerstag auf, "möglichst zügig und schnell" noch ausstehende Anträge zu stellen.
Die Angeklagte Beate Zschäpe nimmt am 01.12.2016 im Gerichtssaal im Oberlandesgericht in München neben ihrem Anwalt, Mathias Grasel Platz. Der Prozess um die Morde und Terroranschläge des "Nationalsozialistischen Untergrunds" wurde fortgesetzt. Foto: Peter Kneffel/dpa
 
von DPA
Im NSU-Prozess drückt der Vorsitzende Richter Manfred Götzl aufs Tempo. Er forderte die Prozessbeteiligten am Donnerstag im Oberlandesgericht München auf, "möglichst zügig und schnell" noch ausstehende Anträge zu stellen.

Damit sei das "Ende der Beweisaufnahme in Sicht", sagte Rechtsanwalt Max Behnke, einer der Nebenklage-Anwälte. Götzl kündigte außerdem an, der psychiatrische Sachverständige solle am 20. und 21. Dezember sein Gutachten über die Angeklagte Beate Zschäpe erstatten. Das psychiatrische Gutachten steht üblicherweise am Ende der Beweisaufnahme. In einer Vorabfassung hatte der Sachverständige Zschäpes Schuldfähigkeit festgestellt.

Einer der Pflichtverteidiger Zschäpes, Wolfgang Heer, verlangte einen späteren Termin für das Gutachten des Psychiaters, um "externe fachkundige Unterstützung" für eine Gegenmeinung zu organisieren. Die Verteidiger des mitangeklagten mutmaßlichen Terrorhelfers Ralf Wohlleben kündigten darüber hinaus an, sie würden in den nächsten Tagen noch weitere Beweisanträge stellen.

Der NSU-Prozess läuft seit dem 6. Mai 2013. Donnerstag war der 326. Verhandlungstag. Zschäpe ist in dem Verfahren als Mittäterin für die zehn Morde des "Nationalsozialistischen Untergrunds" angeklagt. Neun dieser Taten waren laut Anklage fremdenfeindlich motiviert.

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