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Venezuelas Regierung und Opposition erwägen Verhandlungen

Nach Monaten der Konfrontation und über 120 Toten hat Venezuelas Präsident Maduro mit der Opposition über die Rahmenbedingungen für einen Dialog verhandelt.
Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro und einige seiner Minister im Präsidentenpalast Miraflores in Caracas.
 

Nach Monaten der Konfrontation haben die venezolanische Regierung und die Opposition die Chancen auf einen Dialog zur Beilegung der Krise sondiert.

Vertreter beider Lager verhandelten am Mittwoch in der Dominikanischen Republik über die Rahmenbedingungen für einen Dialog. «Wir sind dabei, eine Agenda festzulegen, die zu Verhandlungen über die Krise führt», sagte der dominikanische Präsident und Vermittler Danilo Medina.

Die Opposition hatte zuvor Bedingungen gestellt. Die Regierungsgegner fordern die Freilassung der politischen Gefangenen, einen Zeitplan für Wahlen und die Rückgabe der Kompetenzen an das vor kurzem entmachtete Parlament. «Es gibt eine große Bereitschaft, zu irgendeiner Art von Verhandlungen zu kommen», sagte Medina nach stundenlangen Sondierungsgesprächen im Außenministerium. Am Donnerstag sollten die Beratungen fortgesetzt werden.

Seit April gab es Massenproteste gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, mehr als 120 Menschen kamen dabei ums Leben. Nach der Einsetzung einer Verfassungsgebenden Versammlung, die das von der Opposition dominierte Parlament entmachtet hat, warfen zahlreiche Staaten Maduro vor, eine Diktatur zu errichten. Zudem leidet das ölreichste Land der Welt unter einer schweren Wirtschaftskrise.