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Pariser Klimaabkommen kann wohl noch 2016 in Kraft treten

31 weitere Länder sind dem Pariser Klimaabkommen beigestreten - die als historische diplomatische Leistung gepriesene Vereinbarung könnte schneller in Kraft treten als gedacht.
Abholzung im Regenwald. Foto: Werner Rudhart/Archiv
 

Das Pariser Klimaabkommen kann nach Einschätzung von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon noch in diesem Jahr in Kraft treten. «Ich bin überzeugt, dass wenn meine Amtszeit vorbei ist, das Abkommen in Kraft getreten sein wird.»

Das sagte Ban, der Ende des Jahres aus dem Amt scheidet, am Rande der UN-Generaldebatte in New York. 31 weitere Länder seien dem Abkommen am Mittwoch beigetreten, damit sind es nun insgesamt 60. Diese Länder seien gemeinsam für rund 47,5 Prozent des weltweiten Ausstoßes von Treibhausgasen verantwortlich.

Das Abkommen tritt in Kraft, wenn mindestens 55 Vertragsparteien unterzeichnen, die zusammen mindestens 55 Prozent der weltweiten Treibhausgase ausstoßen - bis zu diesem Ziel fehlen noch 7,5 Prozent.

Eine Vielzahl von Staats- und Regierungschefs habe ihn aber darüber informiert, dass sie das Abkommen bis zum Jahresende ratifizieren wollten, sagte Ban. Für Deutschland versprach dies Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) per Videobotschaft. US-Außenminister John Kerry, dessen Land dem Abkommen bereits beigetreten ist, sprach von einem «aufregenden Moment».

Das Pariser Klimaabkommen aus dem Dezember 2015 gilt als historische diplomatische Leistung. 195 Staaten setzten sich darin das Ziel, die Erderwärmung durch den Treibhauseffekt auf «deutlich unter zwei Grad» im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen.