Barcelona
Terror in Spanien

Anschlag in Barcelona: Mutter des Hauptverdächtigen ruft Sohn zur Aufgabe auf

Der Hauptverdächtige des Anschlags von Barcelona ist weiter auf der Flucht. Die Mutter des 22-jährigen Marokkaners forderte ihren Sohn nun zur Aufgabe auf.
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Eine Frau hält am 19.08.2017 bei einer Demonstration auf der Flaniermeile Las Ramblas in Barcelona (Spanien) ein Schild mit der Aufschrift «Islam es paz» («Der Islam bedeutet Frieden»). Auf der Flaniermeile Las Ramblas war am 17.08. ein Lieferwagen in eine Menschenmenge gefahren. Bei dem Terroranschlag wurden am Donnerstag mehrere Menschen getötet und über 100 Menschen verletzt. Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa
Eine Frau hält am 19.08.2017 bei einer Demonstration auf der Flaniermeile Las Ramblas in Barcelona (Spanien) ein Schild mit der Aufschrift «Islam es paz» («Der Islam bedeutet Frieden»). Auf der Flaniermeile Las Ramblas war am 17.08. ein Lieferwagen in eine Menschenmenge gefahren. Bei dem Terroranschlag wurden am Donnerstag mehrere Menschen getötet und über 100 Menschen verletzt. Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa
Die Mutter des Hauptverdächtigen des Terroranschlags von Barcelona hat ihren Sohn nach einem Medienbericht zur Aufgabe aufgefordert. Younes Abouyaaquoub solle sich der Polizei stellen, zitierte das Nachrichtenportal des katalanischen Rundfunksenders Televisió de Catalunya i Catalunya Ràdio über Twitter die Frau am Samstagabend. Der 22-Jährige Marokkaner soll sich auf der Flucht befinden und möglicherweise nach Frankreich abgesetzt haben.


"Nicht in unserem Namen"

Während einer Versammlung vor dem Rathaus der Kleinstadt Ripoll rund 100 Kilometer nördlich von Barcelona distanzierten sich die etwa 40 Familienangehörige sowie Bekannte der am Terroranschlag in Barcelona und der vereitelten Attacke in dem Küstenort Cambrils beteiligten mutmaßlichen Terroristen von den Taten. Sie trugen Plakate mit der Aufschrift "Nicht in unserem Namen".

In Ripoll hatten einige der Verdächtige gewohnt. Zudem gedachten die Angehörigen in einer Schweigeminute der 13 Opfer des Anschlags in Barcelona vom Donnerstag sowie des Opfers der mutmaßlich vereitelten Attacke in Cambrils. Fünf Verdächtige waren bei dem Zwischenfall in Cambrils von der Polizei erschossen worden.

Die katalanische Polizei untersucht derzeit nach Berichten verschiedener Medien, ob der Imam der Kopf der Terrorzelle ist. Eine Cousine des Verdächtigen sagte laut dem katalanischen Rundfunksender, sie vermute genauso wie viele Bewohner von Ripoll, dass der Imam etwas mit der zunehmenden Radikalisierung der jungen Männer zu tun gehabt hatte.


Am Samstagmorgen durchsuchten Beamte seine Wohnung in Ripoll nach DNA-Spuren. Er selbst kam möglicherweise bei der Explosion am Mittwoch in einem Haus in Alcanar etwa 200 Kilometer südlich von Barcelona ums Leben. In dem Haus lagerte die Gruppe von etwa zwölf Männern nach Vermutungen der Polizei Sprengstoff und bereitete ein noch größeres Attentat als das in Barcelona vor.
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