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Betrug

Anruf von falscher Polizei: So erkennen Sie die Betrugsmasche

Telefonbetrug, bei dem sich Betrüger als Polizisten ausgeben, hat im vergangenen Jahr in Bayern stark zugenommen. So erkennen Sie die Betrugsmaschen.
Telefonbetrug bei dem sich Betrüger als Polizisten ausgeben hat im vergangenen Jahr in Bayern stark zugenommen. Symbolbild: Archiv
 
Das Telefon klingelt, im Display wird die 110 angezeigt. Der Anrufer gibt sich als Polizeibeamter aus und erkundigt sich nach Bargeld oder Wertgegenständen. In so einem Fall können Angerufene sicher sein, dass es sich nicht wirklich um einen Anruf der Polizei, sondern um Betrug handelt. Opfer dieser Betrugsmasche werden oft ältere Menschen. Ausgewählt werden sie laut der Polizei München, indem die Betrüger das Telefonbuch nach typischen Vornamen den entsprechenden Jahrzehnten durchsuchen. Nahezu jeder kann dem Telefonbetrug zum Opfer fallen. Um das zu verhindern, gibt die Polizei München Tipps.


Betrüger geben sich als Polizisten, Bankmitarbeiter und Staatsanwälte aus

Die beliebteste Rolle der Betrüger ist die des Polizeibeamten, allerdings geben sie sich auch als Bankmitarbeiter oder Staatsanwalt aus. Der Klassiker unter den Betrugsanrufen sieht so aus: Der angebliche Polizist berichtet von einem Einbruch in der Nachbarschaft, bei dem ein Täter festgenommen werden konnte. In den Sachen des Einbrechers sei eine Liste mit Namen zukünftiger Opfer gefunden worden, unter denen sich auch der Name des Angerufenen befindet. Der Betrüger rät dem Angerufenen zum Selbstschutz Bargeld und Wertgegenstände in Sicherheit zu bringen und zwar indem er sie einem Polizeibeamten übergibt. Der Betrüger bietet an, die Wertgegenstände persönlich abzuholen.

Eine weitere Betrugsmasche sieht so aus: Der Betrüger gibt sich am Telefon als Beamter des Bundeskriminalamtes aus. Er erzählt dem Angerufenen, dass Haftbefehl aus der Türkei gegen ihn vorliege. Das Opfer soll Teil eines Kinder-Porno-Rings sein. Nur bei Zahlung einer Kaution kann die Auslieferung verhindert werden. Die Betrüger zielen auf die Angst des Opfers ab und auf das Schamgefühl jemandem davon zu erzählen.

Die Masche hat Erfolg. "Dies zeigt sich auch in der Kriminalstatistik", erklärt Polizeivizepräsident Werner Feiler. Waren es 2015 noch 31 Delikte im Bereich des Polizeipräsidiums München - 2016 stieg die Zahl auf 365 Delikte. "Das ist eine Steigerung von über 1000 Prozent", hebt Feiler hervor.


Was tun, wenn das Telefon klingelt und 110 auf dem Display steht?

Die Nummer 110 verbindet jeder sofort mit der Polizei und vermittelt dem Angerufenen Vertrauen. Allerdings würde die Polizei niemals von dieser Nummer anrufen.

• "Seien Sie misstrauisch!", sagt Werner Feiler. "Gesundes Misstrauen ist nicht unhöflich."
• Dringende Ermittlungen, Einbruch in der Nachbarschaft, Anklage aus dem Ausland? "Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen", rät Feiler.
• Nichts übergeben! Die Polizei fordert nie von Ihnen Geld oder Wertgegenstände, um Sie zu schützen oder Ermittlungen durchzuführen.
• Nicht die Wahlwiederholung drücken, sondern 110 wählen und die Polizei schnell informieren.

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