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Abzock-Telefonnummern von Erotikseiten: Fallen Gebühren an?

Auf vielen Smartphones rufen 0900-Nummern an. Woher kommen die dubiosen Anrufe? Und fallen kosten an?
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Abzock-Nummern von vier verschiedenen 0900-Anschlüssen wurden durch die Bundesnetzagentur abgeschaltet. Es fallen keinerlei Kosten für Telefonate an. Foto:  Symbolbild / Armin Weigel / dpa
Abzock-Nummern von vier verschiedenen 0900-Anschlüssen wurden durch die Bundesnetzagentur abgeschaltet. Es fallen keinerlei Kosten für Telefonate an. Foto: Symbolbild / Armin Weigel / dpa
Wer in letzter Zeit auf Abzock-Rufnummern aus Erotik-Anzeigen hereingefallen ist, muss für die betreffenden Anrufe keine Gebühren zahlen. Darauf weist die Bundesnetzagentur hin. Konkret geht es um die teuren Premium-Nummern 09005107690, 09005107693, 09005107694 und 09005107703, bei denen Anrufer nur hingehalten worden seien, ohne je mit dem in der Anzeige beworbenen Menschen gesprochen zu haben. Zudem sei der Eindruck erweckt worden, dass die Gesprächskosten am Ende der Verbindung storniert würden.



Die Bundesnetzagentur schaltet die Nummern am 8. Dezember ab und hat ein sogenanntes Verbot der Rechnungslegung und Inkassierung der beworbenen 0900er-Rufnummern ausgesprochen. Kosten für Verbindungen zu den vier Nummern, die zwischen dem 1. August und dem 8. Dezember entstanden sind, dürfen nicht nicht mehr in Rechnung gestellt werden.


Verbraucherzentalen als Ansprechpartner

Bei bereits erhaltenen Rechnungen greift zudem das Verbot der Inkassierung: Forderungen aus dem betreffenden Zeitraum dürfen also nicht mehr eingetrieben werden. Wer bereits Rechnungen bezahlt hat, die Posten mit den Abzock-Nummern enthielten, sollte versuchen, das Geld gegebenenfalls mit Unterstützung der Verbraucherzentralen zurückzufordern, rät die Bundesnetzagentur.
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