Himmelsspektakel

Warum der Vollmond im Oktober 2016 besonders schön wird

Der Vollmond ist im Oktober 2016 besonders groß und schön zu sehen. Alles zu diesem Himmelsspektakel:
Vollmond über der Festung Rosenberg in Kronach im Sommer 2015. Foto: Stefan Schedel, inFrankenPix
 
von DOMINIC BUCKREUS
Mond-Fans dürfen sich auf die Nacht auf den 16. Oktober 2016 freuen. Dann gibt es wieder einen Vollmond am Himmel zu sehen, der um 6.23 Uhr morgens vollständig eintritt. Das Besondere dabei: der Mond erscheint diesmal besonders groß. Denn schon am nächsten Tag passiert er seinen erdnächsten Bahnpunkt. Dann ist er nur 357.860 Kilometer von der Erde entfernt. Im Schnitt ist der Mond rund 384.000 Kilometer von der Erde weg. Das Zusammentreffen von Vollmond und seiner Nähe zur Erde führt in den Meeren zu hohen Fluten (Springfluten).

Zuvor wird der Mond im Oktober 2016 auch zweimal als Neumond am Himmel zu sehen sein: am 1. Oktober 2016 um 2.11 Uhr und am 30. Oktober 2016 um 18.38 Uhr.

Bei zunehmenden Mond zieht seine schmale Sichel am 3. Oktober an der Venus vorbei und sorgt damit für ein weiteres Himmelsspektakel. Tief im Südwesten zeigt sich im Oktober mit der fortschreitenden Abenddämmerung die Venus am Sternenhimmel. Zwar ist Venus der hellste Planet, aufgrund der horizontnahen Stellung ist der Nachbarplanet der Erde aber noch nicht sonderlich auffällig.


Warum gibt es Vollmond und Neumond?

Das sind die sogenannten Mondphasen. Der Mond wird für uns am Nachthimmel nur sichtbar, weil er von der Sonne angestrahlt wird. Da sich Mond und Erde gemeinsam um die Sonne bewegen, wird der Mond von der Sonne auch immer unterschiedlich angestrahlt. Erreicht nur ein Teil des Sonnenlichtes den Mond, nennen wir ihn Halbmond. Wird der Mond nur an der Seite beleuchtet, die der Erde abgewandt ist, dann ist Neumond. Beim Vollmond wird die Seite, die uns zugewandt ist, komplett beleuchtet.


Wie oft gibt es Vollmond?

Der Mond braucht 27,33 Tage, um die Erde komplett zu umrunden ("siderischer Monat"). Die Erde kreist aber gleichzeitig auch um die Sonne, sodass der Mond noch zwei weitere Tage braucht, um wieder in seine ursprüngliche Position zu erreichen ("synodischer Monat") und es wieder einen Vollmond zu sehen gibt. Das sind dann genau 29 Tage, zwölf Stunden und 44 Minuten. Dennoch ist das nur ein Mittelwert. Generell gilt aber: Der Mondmonat ist - außer im Februar - immer kürzer als der Kalendermonat.


Wann ist der nächste Vollmond?

Der nächste Vollmond ist am Freitag, 16. September um 21.07 Uhr. Nach dem besonders großen Vollmond am 16. Oktober steht am Montag, 14. November um 14.53 Uhr wieder der Mond in voller Pracht am Himmel.


Ändert Vollmond das Wetter?

Vollmond soll einen plötzlichen Wetterumschwung verursachen und in Vollmondnächten soll es kühler sein als sonst. Das wird zumindest oft behauptet. Doch Meteorologen verneinen, dass Vollmond einen Einfluss auf unser Wetter hat. Möglicherweise kommt der Glaube an kühle Vollmondnächte daher, dass er bei klarem Himmel besser zu sehen ist, und es dann generell kühler ist, als bei bewölktem Himmel.


Wieso kann man bei Vollmond nicht schlafen?

Viele Menschen klagen darüber, bei Vollmond nicht schlafen zu können. Doch hat das wirklich etwas mit dem Vollmond zu tun? Sicher ist, der Mond hat Einfluss auf unsere Erde, etwa bei den Gezeiten Ebbe und Flut. Aber dass der Vollmond uns den Schlaf raubt, das wurde bisher nie wissenschaftlich bewiesen. Zwar gibt es einige Studien, die die Theorie mal bestätigen, mal widerlegen, doch einig wurden sich Wissenschaftler bis heute nicht. Der einzige nachweisbare Grund für Schlafstörungen bei Vollmond könnte die Helligkeit sein. Denn bei Vollmond ist es draußen zwölfmal so hell, wie etwa bei Halbmond.

dob mit dpa
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