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Schlaf

Tag des Schlafes 2017: Schlafstörungen in Deutschland nehmen weiter zu

In Deutschland schlafen die Menschen immer schlechter. Zum Tag des Schlafes warnen Experten vor den gefährlichen Folgen, die der Mangel mit sich bringt.
Schlafmangel kann gefährliche Folgen haben. Foto: Friso Gentsch/dpa
 
von DPA
Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter Schlafstörungen. Die Folgen für die Betroffenen, aber auch für die Allgemeinheit insgesamt, seien gravierend, warnt die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM).
Aus Anlass des "Aktionstages für erholsamen Schlaf" am Mittwoch (21. Juni) verweist die DGSM auf eine Erhebung der Krankenkasse DAK: Demnach haben seit 2010 Schlafstörungen bei Berufstätigen im Alter zwischen 35 und 65 Jahren um 66 Prozent zugenommen. Vier von fünf Arbeitnehmern fühlen sich derzeit betroffen.



Gefährliche Folgen

Zu den gefährlichen unmittelbaren Folgen gehört laut DGSM der Sekundenschlaf am Steuer. "Schläfrigkeit stellt eine häufigere tödliche Unfallursache im Straßenverkehr dar als das Fahren unter Alkohol", sagte DGSM-Vorstandsmitglied Hans-Günter Weeß vom Interdisziplinären Schlafzentrum in Klingenmünster (Rheinland-Pfalz).

Nach Einschätzung von Professor Jörg Lindemann, Leiter des Schlaflabors der Universität Ulm, trägt auch die Benutzung von Tablets oder Smartphones nach dem Zubettgehen erheblich zu Schlafproblemen und Tagesmüdigkeit bei. Laut DGSM zeigen Studien, dass 45 Prozent der 11- bis 18-Jährigen ihr Smartphone auch im Bett checken, davon 23 Prozent mehr als zehn Mal pro Nacht



Gute Vorbereitung hilft gegen Jetlag

Wer gleich nach der Fernreise wieder arbeiten gehen muss, sollte schon am Reiseort den eigenen Rhythmus anpassen. Dazu rät Prof. Ingo Fietze, Leiter des interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums an der Berliner Charité. "Je nachdem, wo man sich aufhält, geht man schon ein paar Tage vor der Rückreise eine oder zwei Stunden früher oder später schlafen", erklärt er.

Wer also zum Beispiel an der Ostküste der USA Urlaub macht, verschiebt den eigenen Schlaf ein Stück nach vorn. Schließlich ist es in Deutschland schon deutlich später. Asien-Urlauber gehen später schlafen. So nähert sich der Reisende dem heimischen Rhythmus schon mal etwas an.

Am Heimatort angekommen, sollte man sich tagsüber möglichst viel im Freien aufhalten, sich viel bewegen und Licht tanken. "Das hilft dem Körper bei der Umstellung." Wichtig ist auch, die Essenszeiten sofort an den neuen Rhythmus anzupassen. Nächtliche Kühlschrankplünderungen sind also tabu. Wer gleich volle Leistung bringen muss, kann sich Fietze zufolge auch mit Melatonin, einem schlafanstoßenden Mittel, behelfen. Denn so ganz wird man die Symptome eines Jetlags erst nach rund sechs Tagen los.

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