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Super Mario Run: Mario kommt aufs iPhone

Super Mario kommt aufs Handy: Apple hat das neue Spiel "Super Mario Run" für das iPhone vorgestellt. Im Artikel finden Sie auch ein erstes Video des Spiels.
Screenshots des neuen Smartphone-Spiels Super Mario Run fürs iPhone Screenshot: http://supermariorun.com/ - itunes.apple.com /Fotomontage: Stefan Reinmann
 
von DPA
Bisher gab es Nintendo-Spiele nur auf den eigenen Konsolen des Konzerns. Das ändert sich im Dezember, wenn "Super Mario Run" auf das iPhone kommt. Die wirtschaftlichen Folgen des Wandels für Nintendo sind unklar - doch die Traditionsfirma hatte kaum eine Wahl.

Mit "Super Mario Run" für das iPhone wird man ab Dezember erstmals mit einer der beliebten Figuren der japanischen Traditionsfirma auf einem Telefon statt einer Nintendo-Konsole spielen können. "Mario"-Erfinder Shigeru Miyamoto war persönlich an der Entwicklung beteiligt und kam am Mittwoch auch selbst auf die Bühne von Apples iPhone-Präsentation in San Francisco, um den Schritt anzukündigen.
Super Mario Run ist bereits im Apple Store zu finden. iPhone-Nutzer können sich von Apple erinnern lassen, sobald das Spiel zum Download verfügbar ist.
Das Spiel "Super Mario Run" soll im Dezember gleich in 100 Ländern erscheinen, hieß es. Zugleich arbeitet Nintendo aber auch weiter an der nächsten Konsole mit dem Codenamen NX.




Super Mario Run beflügelt Nintendo-Aktie

Die Nintendo-Aktie sprang in einer ersten Reaktion zeitweise um 14 Prozent hoch. Dabei ist weiterhin offen, wie viel Geld Nintendo in dem Geschäft mit Smartphone-Spielen verdienen kann. Denn es läuft anders als das gewohnte Geschäftsmodell bei Konsolen. Dort kostet ein Spiel 40 bis 60 Euro. Bei "Super Mario Run" wird Nintendo hingegen wie in der Branche üblich einen Teil des Games kostenlos spielen lassen - und erst den Rest kostenpflichtig machen.

Doch Nintendo hatte kaum eine andere Wahl, als schließlich auch auf das Smartphone als Plattform einzugehen. Immer mehr Leute spielen auf den Telefonen, während die Verkäufe der Nintendo-Konsolen schwächeln. Die Verkäufe der verschiedenen mobilen DS-Konsolen, die direkt mit den Smartphones konkurrieren, fielen zuletzt in dem Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr um gut 22 Prozent auf 6,79 Millionen Geräte. Und mit 48,5 Millionen DS-Spielen wurde fast ein Drittel weniger verkauft als ein Jahr zuvor.

Ein Probeballon war im Sommer die App "Pokémon Go", bei der die Spieler virtuelle Monster in realen Umgebungen einfangen müssen. Sie gab es bisher ebenfalls nur auf Nintendo-Konsolen. An der Pokémon Company, die hinter den Figuren steckt, hält Nintendo aber nur einen Minderheitsanteil.

Die von der ehemaligen Google-Tochter Niantic Labs entwickelte Smartphone-Variante des Pokémon-Spiels wurde zum Sommerhit. Seit dem Start vor rund zwei Monaten sei die App über 500 Millionen Mal heruntergeladen worden, sagte Niantic-Chef John Hanke in San Francisco.

Es ist die erste konkrete Zahl zum Ausmaß des Erfolgs der App, zugleich gab es keine Angaben dazu, wie viele Spieler bei "Pokémon Go" aktiv seien. Hanke sagte lediglich, dass sie 4,6 Milliarden Kilometer mit eingeschalteter App zurückgelegt hätten. Zuletzt hatte es Schätzungen von Marktforschern gegeben, wonach die Aktivität der "Pokémon-Go"-Spieler nachlasse.


Pokémon Go bald für die Apple Watch

Für neues Interesse könnte sorgen, dass "Pokémon Go" demnächst auch über Apples Computer-Uhr spielbar sein wird. Dadurch wird man das Smartphone nicht mehr ständig in der Hand halten müssen.

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