Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Prozess

Studenten bei Hausbau privat beschäftigt - Ex-Professor verliert Beamtenstatus

Seine Studenten mussten sogar Berechnungen zur Energie-Effizienz seines Whirlpools aufstellen. Ein ehemaliger Hochschulprofessor muss dafür nun büßen.
Ein ehemaliger Professor der Fachhochschule Ingolstadt soll Studenten bei seinem Hausbau beschäftigt haben. Er soll nun aus dem Beamtenverhältnis entfernt werden und steht am 18.10.2016 vor dem Verwaltungsgericht München. Foto: Armin Weigel/dpa
 
von DPA
Wegen Verquickung seiner Lehrtätigkeit mit privaten Arbeiten verliert ein früherer Professor der Technischen Hochschule Ingolstadt seinen Beamtenstatus.

Dies hat das Verwaltungsgericht München am Dienstag entschieden und damit einer Klage des Freistaats Bayern stattgegeben. Der Mann soll Studenten beim Bau seines privaten Hauses eingesetzt und die Benotung von studentischen Arbeiten auch nach Notenschluss noch geändert haben.


Lehrveranstaltungen mit Arbeiten an Privathaus verknüpft

Die vom Landgericht Ingolstadt bereits rechtskräftig festgestellte Vorteilsnahme sei Grund genug für die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis, erklärte das Verwaltungsgericht. Der Professor, der bis 2009 an der Technischen Hochschule Ingolstadt tätig war, hatte wiederholt Lehrveranstaltungen mit Arbeiten an seinem Privathaus verknüpft. So hatten Studierende nach Aussage eines früheren Studenten Berechnungen zur Energie-Effizienz am Whirlpool des Professors durchgeführt und Studienarbeiten dazu verfasst.

Zu Beginn der Verhandlung hatte der Professor dem Richter Befangenheit vorgeworfen: Er fühle sich vorverurteilt, weil er selbst nicht zur Verhandlung geladen worden sei. Zudem sei sich der Richter "über die Schuldigkeit schon sicher". Der Antrag wurde jedoch abgelehnt.
Newsletter kostenlos abonnieren