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Sternschnuppen

Sternschnuppen-Nacht der Perseiden: 2016 gibt es mehr Sternschnuppen

Die Sternschnuppen-Nacht 2016 am Freitag, 12. August war vielerorts bewölkt. Doch auch am Samstag verglühen die Perseiden noch am Himmel.
Eine Sternschnuppe zieht einen Lichtschweif hinter sich her. Am Donnerstag und Freitag kommen die Leuchterscheinungn in einem regelrechten Schauer herab. Foto: Patrick Peul, dpa
 
von DANIELA DEEG
In der Sternschnuppen-Nacht von Donnerstag auf Freitag haben die Franken außer Wolken nichts gesehen und leider war auch die Nacht auf Samstag vielerorts noch zu bewölkt, um die Sternschnuppen der Perseiden zu sehen. Doch Samstagnacht gibt es wieder Gelegenheit, den Meteorschauer zu beobachten. Also Wunschliste hervorholen, in den Himmel schauen, abwarten und genießen.


Sternschnuppennacht dank des Meteorstroms der Perseiden

Grund für dieses schöne Naturschauspiel ist der Meteorstrom der Perseiden, der in den Stunden bis zum Morgengrauen sein Maximum erreicht. Dann sind die Fallraten der schönen Leuchtkugeln besonders hoch.

Die Perseiden heißen so, weil der Radiant, damit ist der scheinbare Ursprung des Sternenschauers gemeint, im Sternbild des Perseus liegt.

Zudem sind sie auch als Tränen des Laurentius oder Laurentiustränen bekannt. Laurentius starb als Märtyrer und wird daher als Heiliger verehrt.

Vorhersage: Wie wird das Wetter zum Sternschnuppenregen?

Die Perseiden-Sternschnuppen erreichen am Freitag die höchsten Fallraten. Doch freilich hilft das nichts, wenn das Wetter nicht mitspielt. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag haben dichte Wolken das Schauspiel vermies und auch in der Nacht auf Samstag brauchte es wohl sehr viel Glück, um in einer Wolkenlücke einen Meteor zu erhaschen. Doch bisher ist es nicht vorbei, weiterhin regnet es Sternschnuppen.



Experten raten , den Wecker um 1.30 Uhr zu stellen, dann verschwindet der Mond nämlich. In der Nacht zum Sonntag gegen 2 Uhr.


Warm einpacken zum Beobachten

Außerdem sollten sich Himmelsgucker warm anziehen, weil die Temperaturen in den kommenden Nächten auf 10 Grad abfallen.

Perseiden gucken im Livestream

Wer mit den Lücken in der Wolkendecke kein Glück haben wird oder wem es draußen schon zu frostig ist, kann auch auf einen Livestream im Internet zurückgreifen. Die Nasa und andere Hobby-Astronomen übertragen das Himmelsspektakel, auch wenn es natürlich kein Vergleich zum natürlich Erlebnis open air ist.

Zum Nasa-Livestream
Zum Livestream aus Japan
Vereinigung der Sternenfreunde


Sternschnuppen-Nacht: Perseiden am 12. August

Bereits seit 17. Juli und Anfang August waren mehr und mehr Sternschnuppen in Deutschland zu sehen. Der Höhepunkt des Himmelsspektakels aber wird in jener Nacht vom 11. auf den 12. dieses Monats erreicht. Dann nämlich durchquert die Erde die Umlaufbahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle und es regnet förmlich die Leuchtkugeln herab.




Wir suchen die schönsten Perseiden-Fotos unserer Leser

Weiter unten in diesem Artikel erklären wir, wie man die strahlenden Himmelskörper mit dem Fotoapperat einfängt. Aus den schönsten Sternschnuppen-Fotos unserer Leser machen wir eine Bildergalerie. Einfach in unsere Bilder-App inFrankenPix hochladen.

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Bis zu 170 Sternschnuppen pro Stunde können es werden, erklärt Hans-Ulrich Keller, Astronom aus Stuttgart. Der Jupiter habe den Hauptteil des Meteorstroms durch seine Gravitation in Erdnähe gerückt, erklärt Keller.

2016 könnte ein ergiebiges Jahr der Perseiden werden

Die Perseiden 2015 hatte sehr ergiebige Fallraten und auch für dieses Jahr sagen Astronomen viele Leuchtkugeln voraus. Die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie rechnet mit einem außergewöhnlich starken Strom.

Der Grund ist der Planet Jupiter. Denn die große Gaskugel kreuzt die Laufbahn des Kometen, so dass seine Schwerkraft die meisten Trümmerstücke vom Kometen 109P/Swift-Tuttle zur Erdbahn hinleitet. Und das, so hat es Astronom Ulrich Keller aus Stuttgart der dpa erläutert, geschieht nur alle zwölf Jahre.


Ab wann kann man Sternschnuppen gucken?

Der Strom dauert vom 17. Juli bis einschließlich Ende August . Das Maximum wird aber jenem Freitag im August erreicht. Wer jetzt regelmäßig in den Sommer-Himmel blickt, hat gute Chancen Sternschnuppen zu entdecken. Um das Spektakel zu sehen, braucht man außer dem Auge keine Hilfsmittel wie Fernrohre oder Ferngläser.

Im Dezember gibt es die Geminiden

Doch nicht nur im Sommer lohnt es sich nachts nach oben zu schauen. Im Winter gibt es den Sternschnuppenregen der Geminiden. Dabei handelt es sich um einen Meteorstrom, der sein Maximum um den 14. Dezember erlangt. Auch 2016 können sich Weltraumfans vor Weihnachten auf dieses Phänomen freuen. Das besondere an den Geminiden: Sie sind besonders hell und gelb-weiß leuchtend. Und auf hohe Fallraten kann man sich auch freuen. Denn die Geminiden haben in den vergangenen Jahren zugelegt. Allerdings muss man sich warm einpacken, wenn man die ein oder andere Sternschnuppe im Dezember erspähen möchte. Da sind die Perseiden im Sommer schon etwas angenehmer, deshalb verzeichnen sie regelmäßig auch mehr Zuschauer.

Bereits im November regnet es Sternschnuppen: Die Leoniden

Am 17. und am 18. November erreicht ein anderer Sternschnuppenschauer sein Maximum: Die Leoniden. Sie haben ihren Radianten im Sternbild des Löwen, daher der Name des Meteorstroms (Leo ist Löwe im Lateinischen). Die Teilchen entstammen dem Komet Temple-Tuttle. Die Partikel des Leonidenstroms sind besonders schnell. Sie erreichen eine Geschwindigkeit von 71 Stundenkilometer pro Sekunde. Dieser Weltraumregen war einmal sehr viel aktiver als jetzt.


Wann ist die beste Uhrzeit, um den Perseidenregen zu beobachten?

Eigentlich regnen die Perseiden die ganze Sternschnuppen-Nacht über, doch von 23 Uhr bis zur Dämmerung gegen 4 Uhr sind sie am besten zu sehen. In welche Himmelsrichtung man guckt, ist allerdings egal. Die Leuchterscheinungen können überall am Himmel auftauchen.

Wer schon im Juli eine Sternschnuppe sehen will, sollte sich südlich des Sternbilds Kassiopeia in nordöstlicher Himmelsrichtung orientieren. Im August verschiebt sich der Ursprung des Meteorstroms zum Perseus in die nördliche Richtung hin.


Wie entstehen Sternschnuppen?

Sternschnuppen sind Staubteilchen der Schweifspur eines Kometen. Kreuzt die Erde diesen Schweif, verglimmen die Teilchen beim Eintritt in die Erdatmosphäre. Das ist, was wir als Sternschnuppe bewundern. Da die Erde ja um die Sonne wandert, begegnet sie auf ihrer Reise jedes Jahr den gleichen Kometen und ihren Spuren, so dass die schönen Meteore immer zum gleichen Datum erscheinen.

Das Licht der Sternschnuppen stammt von Luftmolekülen in der Erdatmosphäre: Die Teile des Meteorstroms übertragen teilweise ihre Energie auf die Luftmoleküle, die dadurch erhitzt werden und zu leuchten beginnen.




Perseiden: Wie schnell sind Sternschnuppen und wie viele verglühen im Maximum?


Die Leuchterscheinungen erreichen eine Geschwindigkeit von etwa 216.000 Kilometern pro Stunde und gehören damit zu den schnellsten Sternschnuppen. Am Höhepunkt des Perseiden-Stroms können Sternengucker 100 Schnuppen in der Stunde zählen. Fachleute rechnen für 2016 mit mehr Erscheinungen.

Woher kommt der Glaube, dass eine Sternschnuppe Wünsche erfüllen?


Wenn man eine Sternschnuppe sieht, so der Aberglaube, darf man sich etwas wünschen. Das gehe dann auch in Erfüllung. Doch woher kommt dieser Gedanke, dass diese Himmelsphänomene Glück bringen? Früher, so denkt man heute, glaubten die Menschen, dass Sternschuppen Dochte sind, die von Himmelskerzen fallen, die die Engel putzen. Der Begriff "Schnuppen" ist ein altes Wort für "putzen". Die Leuchtschweife wurden als Zeichen Gottes bewertet, das exklusiv an bestimmte Menschen adressiert sind und einen göttlichen Beistand bedeuten, so dass der Empfänger einen Wunsch äußern konnte. Wenn man eine Sternschnuppe gesehen hat, kann man es ja einfach mal ausprobieren.

Was ist der 109P/Swift-Tuttle?

Unter der komplizierten Bezeichnung versteht man einen Kometen. Oftmals nennt man ihn auch nur Swift-Tuttle. Der Name setzt sich aus seinen Entdeckern zusammen. Am 16. Juli 1862 entdeckte ihn Lewis A. Swift und am 19. Juli 1862 Horace Parnell Tuttle. Sie kamen unabhängig voneinander auf dieses Phänomen.


Wo schaut man sich das Himmelsspektakel am besten an?

Der beste Ort, um in den Weltraum zu gucken, ist ein möglichst dunkler. Das heißt, es gibt wenig Lichtverschmutzung. Am besten sind erhöhte Punkte in einem Wald oder auf dem Land. In Städten leuchten viele Lichter, daher ist hier die Lichtverschmutzung am höchsten, der Weltraum ist dann nur schlecht zu sehen. Um den Schauer beobachten zu können, braucht man völlig Dunkelheit. In Oberfranken empfehlen sich natürlich der Staffelberg im Landkreis Lichtenfels, das Walberla im Kreis Forchheim und der Ochsenkopf im Landkreis Bayreuth.

In Mittelfranken eignen sich der Hesselberg im Kreis Ansbach und der Moritzberg im Nürnberger Land für Hobby-Astronomen. In Unterfranken bieten die vielen Weinberge ein wunderbare Sternen-Kulisse für die kommenden Nächte. Der Große Auersberg liegt in der bayerischen Rhön und ist wie der Schwarzenberg im Kreis Bad Kissingen die passende Umgebung für das Sternschnuppen-Spektakel.


Wie fotografiert man Sternschnuppen?

Ein heller Streif am Sternenhimmel: Der Meteorstorm ist so schön anzuschauen, dass einige Hobbyfotografen das Himmelsspektakel gerne festhalten wollen. Doch wie gelingt das am besten? Profi-Fotograf Matthias Merz aus Nürnberg hat inFranken.de Tipps verraten, wie man die Sternschnuppen knipsen kann. Dabei geht es vorallem um Fragen wie: Wie lange belichten, also welche Belichtenzeiten sind nötig? Welche Brennweite? Brauche ich ein Stativ?

Sternschnuppen Fotografieren: Die Ausrüstung

Um Sternschnuppen fotografieren zu können, benutzt man laut dem Nürnberger Fotografen am besten eine Kamera mit möglichst wenig Bildrauschen bei hohen Empfindlichkeitseinstellungen (ISO). "Gut geeignet sind so zum Beispiel Vollformatkameras, also Kameras, bei denen der Sensor Kleinbildformat hat." Wichtig ist, dass man an der Kamera die Belichtungszeiten manuell einstellen kann. Die meisten Spiegelreflexkameras kann man dafür also hernehmen. Und unbedingt notwendig ist ein Stativ. Man sollte möglichst im Weitwinkel (mit kleiner Brennweite) fotografieren. Damit deckt man einen größeren Ausschnitt des Himmels ab, und hat somit größere Chancen, eine oder gar mehrere Sternschnuppen auf der Aufnahme zu haben.


Schnappschuss Perseiden: Wo fotografiere ich am besten?

Idealerweise postiert man sich außerhalb von Siedlungen, denn sonst stören die vielen Lichter das Bild. Am besten sucht man sich einen Aussichtspunkt, damit man viel Himmel auf das Foto bekommt. Perfekt ist ein Berg oder ein Hügel. In Franken wäre da beispielsweise der Staffelberg im Kreis Lichtenfels, das Walberla im Kreis Forchheim oder der Hesselberg im Landkreis Ansbach zu nennen.


Tipps zum Sternschnuppen Fotografieren: Eine Anleitung

Merz empfiehlt, die ISO in einem höheren Bereich zu wählen, bei der das Bildrauschen aber noch möglichst gering bleibt (je nach Belichtungszeit und Kamera ca. ISO 800-3200). "So hoch wie nötig, so niedrig wie möglich", bringt es der Fotograf auf den Punkt.

Die Kamera wenn möglich manuell auf "Unendlich" fokussieren, oder ein möglichst weit entferntes Objekt fokussieren und den Autofokus dann ausschalten.

Man kann mit großer Blende fotografieren (kleine Blendenzahl), außer man möchte auch einen Vordergrund mit ins Bild einbeziehen. Dann sollte eine kleine Blende (große Blendenzahl) gewählt werden. "Dann muss man unter Umständen aber mit deutlich höheren ISO-Werten arbeiten", erklärt Merz.

Die Belichtungszeiten sollten ca. fünf bis 30 Sekunden betragen. Je länger die Zeit ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass man eine oder mehrere Sternschnuppen auf eine Aufnahme bekommt. Nicht länger als 30 Sekunden Belichtungszeit, da in diesem Bereich die Sterne durch die Erdrotation schon leicht verwischen können.

Profi-Tipp: Sternschnuppen knipst man am besten mit Fernauslöser

Nach Möglichkeit sollte ein Fernauslöser benutzt werden, um verwackelte Aufnahmen zu vermeiden. Wenn keiner vorhanden ist, kann man die Spiegelvorauslösung (bei Spiegelreflexkameras, wenn vorhanden) nutzen, oder per Selbstauslöser auslösen.

Bei einer Spiegelreflexkamera sollte der Sternengucker den Okularverschluss benutzen, um Streulichteinfall durch den Sucher zu verhindern. Wenn keiner vorhanden ist, kann man den Sucher während der Aufnahme auch einfach mit einem Tuch abdecken.

Matthias Merz empfiehlt auch, vorher ein paar Testbilder zu machen, um eine gute Kombination aus Zeit, Blende und ISO herauszufinden. Dann einfach hintereinander Aufnahmen machen, bis Sternschnuppen im Bild sind. Und das ist dann natürlich Glückssache.


Sternsnuppe ist ein häufiger Verschreiber

Der häufigste Verschreiber zum Wort Sternschnuppe ist übrigens die "Sternsnuppe." Auch viele Kinder, die Probleme mit sch haben, sagen daher Sternsnuppe. Daher finden wir den Ausdruck wahrscheinlich niedlich.


Im Englischen sind es die Shooting Stars

Im Englischen heißen Sternschnuppen übrigens Shooting Stars (schießender Stern). Damit werden im Deutschen Menschen bezeichnet, die sehr schnell sehr berühmt geworden sind. Die Gefahr ist, dass es mit dem Ruhm genauso schnell wieder vorbei ist - wie bei einer aufklimmenden Sternschnuppe. Sie ist einen Moment ganz hell und dann geht ihr Licht unter im tiefen Schwarz des Alls.


Was ist im August noch am Himmel zu sehen?

Der Nachthimmel im August 2016 hat aber noch mehr zu bieten als Sternschnuppen. Sternengucker können auch sich an lauen Sommerabenden auch mit den Planeten unseres Sonnensystems beschäftigen, denn die sind in neuen Konstellationen zu betrachten. Mars überholt Saturn und Venus trifft auf Jupiter.

Schon zur Dämmerung gibt es im August was zu sehen. Dann nämlich erstrahlen Jupiter im Westen, Mars und Saturn im Süden.


Mars überholt im August am Nachthimmel den Saturn

Mars ist durch die Sternbilder Waage und Skorpion unterwegs. Der rote Planet schleicht zum 24. August an Antares vorbei, dem Hauptstern des Skorpions. Da der Stern auch rötlich glänzt, wird er häufig mit Mars verwechselt. Und tatsächlich ist Antares etwas röter als der Mars, der eher etwas gelbstichig ist.

Die Nachtwanderung des Mars geht weiter. Als nächstes nimmt er sich Saturn vor. Das geschieht am 25. August. Die beste Zeit, um sich das Anzuschauen, ist 22 Uhr. Zu Beginn des Monats sind Mars und Saturn um Mitternacht schon nicht mehr zu sehen. Im Laufe des August noch früher um 23 Uhr.

Venus ist zu erkennen, da der Planet am hellsten strahlt. Umso kürzer die Tage werden, umso besser ist er zu sehen. Dezeit erkennt man Venus im Westen knapp über dem Horizont. Am 27. August überrundet Venus Jupiter. mit dpa

zum Thema "Himmelsphänomene"

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