Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Sonnenwende

Sommersonnenwende 2017: Nach dem längsten Tag des Jahres wird es wieder früher dunkel

Am 21. Juni steht die Sonnenwende an und somit der längste Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. 2017 wird es sogar sommerlich heiß sein.
Bis heute haben sich einige Aberglauben rund ums Johannisfeuer erhalten. Das Hineinwerfen von Holz soll zum Beispiel Glück bringen. Foto: Klaus Gagel
 
von ANNIKA SEIDEL
Im Schein der Flammen des Johannisfeuer gemeinsam beisammensitzen und einen gemütlichen Abend verbringen - das ist in vielen Gemeinden in Deutschland zur Tradition geworden. Das Fest zur Sonnenwende ist die Einstimmung auf kommende Sommernächte. Und in diesem Jahr ist das Wetter sogar hochsommerlich.

Doch was feiert man an diesem Tag überhaupt und welche Rolle spielt das große Lagerfeuer dabei?


Die Sonnenwende markiert den astronomischen Sommeranfang

Auf der Nordhalbkugel findet die Sommersonnenwende jedes Jahr zwischen dem 20. und 22. Juni statt und markiert den astronomischen Sommerbeginn. 2017 endet der Frühling am 21. Juni . Zu diesem Zeitpunkt hat die Sonne den nördlichsten und höchsten Stand über der Erde, sie steht also am weitesten vom Äquator entfernt.

Der 21. Juni wird dann zum längsten Tag im Jahr und markiert den Beginn der warmen Jahreszeit. Allerdings nimmt von da an die Zahl der täglichen Sonnenstunden ab, die Kraft der Sonne schwindet, die Tage werden kürzer und es wird früher dunkel. Im Winter dagegen bedeutet die Sonnenwende, dass die Tage wieder länger werden.


Am geografischen Nordpol geht die Sonne gar nicht unter

Am nördlichen Polarkreis geht die Sonne zur Sommersonnenwende gar nicht unter. Je näher man dem Erdpol kommt, desto länger dauert der sogenannte Polartag. Am geografischen Nordpol dauert er ein halbes Jahr. Island zum Beispiel liegt unter dem nördlichen Wendekreis, was zur Folge hat, dass die Sonne zwar für einen kurze Zeit vom Horizont verschwindet, aber gleich danach wieder auftaucht. Es bleibt die ganze Nacht über hell, wie auch in den Wochen davor und danach.


Das Fest zur Sonnenwende hat einen christlichen Namen

Die Sonnenwendfeuer haben schon vorchristliche Wurzeln, tragen aber seit der Christianisierung Europas den Namen "Johannisfeuer". Der Grund dafür ist der Geburtstag von Johannes dem Täufer am 24. Juni, der sich mit der Sonnenwende überschneidet. Weil Johannes der Täufer als besonders machtvoller Heiliger galt, wurde das Hochfest der katholischen Kirche mit dem Fest zur Sonnenwende verbunden.

Das Entzünden von Johannisfeuern wurde im Mittelalter mit vielen Bräuchen belegt. Dazu gehört der Sprung übers Feuer, der damals baldige Heirat sowie Schutz vor Hexen und Geistern versprach. Dem Volksglauben nach sollte das Johannisfeuer Dämonen abwehren, die Krankheiten und Plagen hervorrufen. Bis heute haben sich einige Aberglauben rund ums große Lagerfeuer erhalten, zum Beispiel soll das Hineinwerfen von Holz Glück bringen.


Auch in anderen Ländern wird die Sonnenwende gefeiert

In skandinavischen Ländern wird die Sommersonnenwende besonders ausgiebig gefeiert. Für die Schweden ist an diesem Tag "Midsommar", nach Weihnachten das zweitgrößte Fest. Viele Schweden feiern zusätzlich den Beginn ihres fünfwöchigen Jahresurlaubes. Midsommar wird dort als der Höhepunkt des Jahres empfunden und traditionell mit Familie und Freunden gefeiert. Je größer der Wetterunterschied zwischen Sommer und Winter ist, desto bedeutender ist der Tag für die Schweden.

Die anderen Länder im Norden Europas feiern die Sonnenwende ebenfalls groß. In Dänemark und Norwegen werden am "Sankt Hans" Strohhexen in Brand gesetzt, die alles Böse verjagen sollen. In Estland hingegen werden alte Boote verbrannt und das große Feuer bildet genauso wie in Finnland und Lettland den Mittelpunkt des Festes. Sogar in Spanien feiern die Menschen die Johannisnacht, in der sie Johannisfeuer am Strand anzünden und um Mitternacht gleichzeitig ins Meer springen.

zum Thema "Kultur"

Newsletter kostenlos abonnieren