Asyl

Scheuer-Aussage: Kardinal Marx sieht "rote Linien" im Umgang mit Flüchtlingen

Nach abfälligen Äußerungen von CSU-Generalsekretär Scheuer über Asylbewerber hat Kardinal Marx eine "rote Linie" im Umgang mit Flüchtlingen angemahnt.
Reinhard Kardinal Marx hat eine "rote Linie" im Umgang mit Flüchtlingen angemahnt.Foto: Uwe Zucchi/dpa
 
von DPA
"Natürlich gibt es unter Christen immer unterschiedliche politische Meinungen, auch politische Parteien, die man dann wählt", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin".

"Es gibt ein paar Linien, auf die muss man sich dann schon einlassen." Dazu gehöre, dass jeder Schutzsuchende in Deutschland menschenwürdig behandelt werde und ein faires Asylverfahren bekomme. Auch müsse politisch und finanziell mehr getan werden, damit Menschen nicht aus ihrer Heimat fliehen müssten.

Scheuer hatte Hürden bei der Abschiebung abgelehnter Asylbewerber beklagt und gesagt: "Das Schlimmste ist ein fußballspielender, ministrierender Senegalese." Die Äußerung war massiv kritisiert worden, nicht nur von Vertretern der Kirche.

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