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Interview

Safer Internet Day: Was sage ich einem Fremden?

Wenn es ums die Sicherheit im Internet geht, scheint bei vielen Nutzern Datenschutz unwichtig zu sein. Gerade in Chats wird schnell viel Privates ausgetauscht. Worauf Eltern achten sollten, erklärt Christopher Schirner, Vorstand beim Hackerspace Bamberg.
Foto: Jens Büttner/dpa
 
von PETRA BREUNIG
Der "Safer Internet Day" steht heuer unter dem Motto "Meine Grenzen im Internet". Welche Grenzen sollte ich als ganz normaler Nutzer nicht überschreiten?
Christopher Schirner: Wie überall im Leben gibt es eine Grenze, die man niemals überschreiten sollte: die der Legalität. Das Internet bietet gelegentlich Möglichkeiten, scheinbar unverfolgt das Gesetz zu brechen, doch die Folgen können sowohl für den Täter als auch den Geschädigten genauso real wie bei Straftaten in der analogen Welt sein.

Chatten ist gerade bei Kindern und Jugendlichen beliebt und ihre Offenheit, mit der sie persönliche Informationen an Fremde weitergeben, ist verblüffend. Was sollte man also beim Chatten beachten?
Wie auch außerhalb des Internets sollte man vorher überlegen, was man über sich verrät. Man könnte sich selbst die Frage stellen: "Würde ich einem Fremden auf der Straße erzählen wo ich wohne, wie alt ich bin oder in welche Schule ich gehe?" Im Chat verhält es sich genauso - nur kann man da noch schlechter erkennen, mit wem man sich eigentlich genau unterhält. Sollte ein Unbekannter zu neugierig werden oder das Gespräch unangenehm werden, sollte man den Kontakt einfach abbrechen und sich im Zweifelsfall an ein Elternteil wenden.

Es gibt Programme, die Computer für Kinder und Jugendliche sicher machen sollen. Welche Kinderschutzsoftware ist empfehlenswert?
Am besten sollten Kinder sich nicht alleine im Internet bewegen, sondern nur unter Aufsicht ihrer Eltern. Filter lassen sich leicht umgehen und tragen nicht dazu bei, dem Kind einen bewussten, verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet beizubringen. Auch neigen Eltern dazu, sich zu sehr auf die Kinder- und Jugendschutzfilter zu verlassen und somit Verantwortung abzugeben oder die Aufsicht zu vernachlässigen.

Eltern sind also ganz konkret gefordert.
Das Ziel muss immer die gemeinsame Nutzung und Aufklärung im Umgang mit dem Internet sein. Das Kind soll dabei lernen, nicht-kindgerechte Inhalte zu erkennen und mit ihnen umzugehen, z.B. die Seite zu schließen und die Eltern zu informieren, falls diese nicht achtsam sind.
Früher oder später wird jedes Kind mit den Gefahren des Internets auch ohne Schutz und Hilfe der Eltern zurechtkommen müssen. Das lässt sich gut mit dem Straßenverkehr vergleichen. Auch hier erziehen Eltern ihr Kind zu Achtsamkeit und Verantwortung und bereiten es so darauf vor, sich alleine sicher zu bewegen.

Die Fragen stellte Petra Breunig

zum Thema "Safer Internet Day"

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