München
31. Oktober

Reformationstag als bundesweiter Feiertag? 74 Prozent der Bayern sind dafür

13 gesetzliche Feiertage werden in Bayern jährlich gefeiert - und viele Menschen im Freistaat wünschen sich noch einen weiteren hinzu - den Reformationstag.
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Das Wort "frei" steht in einem Taschenkalender am 31. Oktober 2017, aufgenommen am 04.11.2016 in Berlin. Der 500. Reformationstag ist einmalig ein bundesweiter Feiertag. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Das Wort "frei" steht in einem Taschenkalender am 31. Oktober 2017, aufgenommen am 04.11.2016 in Berlin. Der 500. Reformationstag ist einmalig ein bundesweiter Feiertag. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Eine große Mehrheit der Erwachsenen in Bayern ist der Ansicht, dass der Reformationstag künftig ein bundesweiter Feiertag sein sollte. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. 74 Prozent der Befragten sprachen sich demnach dafür aus, 17 Prozent dagegen. Neun Prozent der 325 Befragten aus dem Freistaat haben keine Meinung zu diesem Thema.

Zum Reformationsjubiläum 2017 ist der 31. Oktober zunächst einmalig ein allgemeiner Feiertag in ganz Deutschland. Normalerweise ist das nur in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen.

Beliebter als der Reformationstag scheint in Bayern der Tag der Heiligen Drei Könige am 6. Januar zu sein. Wenn sich die Menschen einen weiteren bundesweiten Feiertag aus den regional bereits vorhandenen aussuchen dürften (wobei Mehrfachnennungen möglich waren), läge der Drei-Königs-Tag mit 59 Prozent in Bayern an erster Stelle. Der Reformationstag erhielt bei dieser Frage 49 Prozent. Bundesweit steht der Reformationstag mit ebenfalls 49 Prozent an der Spitze. Den früher bundesweit und seit 1995 nur noch in Sachsen existierenden Buß- und Bettag im November hätten 38 Prozent der Bayern gerne wieder in ganz Deutschland. Einen ganz neuen, anderen Feiertag würden sich neun Prozent wünschen.

Überraschend ist die starke Abneigung der Bayern gegenüber einer Anpassung der Feiertage in allen Bundesländern. 22 Prozent der Befragten wollen nicht, dass es in jedem Bundesland gleich viele gesetzliche Feiertage gibt. Gleichzeitig sprechen sich 57 Prozent der Bayern dafür aus, dass es in jedem Bundesland so viele Feiertage geben sollte wie im Bundesland mit den meisten Feiertagen - also wie in Bayern.

Gefragt danach, ob es für eine andere Weltreligion als die christliche einen bundesweiten Feiertag in Deutschland geben sollte, beantworten 72 Prozent strikt mit Nein, es sollte "für keine von diesen Weltreligionen" einen Feiertag in Deutschland geben. Bei der Frage, ob ein gesetzlicher Feiertag, der auf einen Sonntag fällt, nachgeholt werden soll, zeichnet sich kein klares Bild ab: 42 Prozent sind dafür, 53 Prozent dagegen.
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