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Pflegeskandal

Pflegeskandal in Gleusdorf: Müssen Fachaufsichten schneller handeln?

Am Dienstag befasst sich der Gesundheitsausschuss des Landtags mit dem Skandal um die Seniorenresidenz Schloss Gleusdorf - die Ermittlungen laufen noch.
Der Eingang zur Seniorenresidenz Schloss Gleusdorf in Untermerzbach. In dem Altenheim sollen Bewohner misshandelt worden sein. Foto: Nicolas Armer/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
 
von DPA
Als Konsequenz aus den ungeklärten Todesfällen in einem unterfränkischen Altenheim könnten die Fachaufsichten für Pflegeeinrichtungen bald schneller eingreifen müssen. "Der Vorschlag für eine entsprechende Gesetzesänderung wird derzeit vom bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerium erarbeitet", sagte Ministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag der dpa in München.

Bislang haben die Fachstellen für Pflege- und Behinderteneinrichtungen - Qualitätsentwicklung und Aufsicht (FQA) zumeist nur eine beratende Funktion, auch wenn wiederholt Mängel festgestellt wurden. "Hier wäre es denkbar, im Gesetzestext festzuschreiben, dass eine Beratung bei erstmaliger Feststellung des Mangels erfolgt, aber bei wiederholter Feststellung eine Anordnung erfolgen muss - und nicht wie jetzt erfolgen kann", sagte Huml. Im derzeit gültigen Gesetz sei es alleine der FQA überlassen, wann sie eine Anordnung bei Feststellung eines Mangels erlasse.


In der "Seniorenresidenz Schloss Gleusdorf" im Landkreis Haßberge in Unterfranken waren vor rund einem Jahr fünf Bewohner unter dubiosen Umständen gestorben. Seither wird ermittelt, ob Misshandlungen oder eine schlechte Versorgung ursächlich waren. Am Mittag befasst auch sich der Gesundheitsausschuss des Landtags mit dem Thema.

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