Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Polizeieinsatz

Nikolaus braucht Polizeischutz - 200 Festnahmen in Niederlanden

Für die einen sind die Helfer des Nikolaus Teil der Tradition, für die anderen sind sie ein Symbol für Rassismus. Denn sie sind dunkelbraun geschminkt.
Für die einen ist es Tradition für die anderen ist es Rassismus. Foto: EPA/LEX VAN LIESHOUT
 
von DPA
Ein massiver Polizeieinsatz mit vielen Festnahmen hat die traditionelle Ankunft des Nikolaus in den Niederlanden begleitet. Stein des Anstoßes sind seine schwarzgeschminkten Helfer, die "Zwarten Pieten". Die Polizei nahm eigenen Angaben zufolge rund 200 Demonstranten fest, die darin ein Symbol des Rassismus sehen.

Der Sinterklaas reist der Tradition nach im November per Dampfschiff aus Spanien an, dieses Mal kam er in Maassluis bei Rotterdam an Land. Seine Ankunft ist das Zeichen für die Kinder, dass sie nun in der Hoffnung auf ein kleines Geschenk ihre Schuhe vor die Tür stellen dürfen. Beim Verteilen der Geschenke helfen der Legende nach die "Zwarten Pieten". In den vergangenen Jahren ist diese Figur immer wieder als rassistisch kritisiert worden, im August 2015 forderte der Antirassismus-Ausschuss der Vereinten Nationen deren Abschaffung.
Mehrere Hundertschaften Polizei schützten die Zeremonie, die von 20.000 Menschen, darunter viele Kinder, gefeiert wurde.

Die Beamten stoppten nach eigenen Angaben in Rotterdam zwei Busse mit etwa 100 Gegendemonstranten und hielten diese vom Hafen von Maassluis fern. Nach Handgreiflichkeiten wurden zehn Menschen festgenommen. Die Demonstranten wollten gegen die mit schwarz angemalten Gesichtern auftretenden "Pieten" protestieren, die sie für rassistisch halten.

Die Behörden hatten per Notverordnung die Befugnisse der Polizei erweitert, um Zwischenfälle zu verhindern. Alle Besucher des Festes wurden kontrolliert. Zwei Busse mit Gegendemonstranten wurden in Rotterdam gestoppt. Ein dunkelhäutiger Mann, der in einem Bischofsmantel als "Neuer Sinterklaas" Einlass begehrte, wurde abgewiesen. Ein anderer Mann wurde festgenommen, weil in seinem Rucksack ein Messer gefunden wurde. Anhänger der rechtsextremen Partei NVU entrollten ein Transparent: "Wir schämen uns nicht für den Zwarten Piet".

zum Thema "Kurioses"

Newsletter kostenlos abonnieren