Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Versicherung

Kfz-Versicherung: Bis zu 1000 Euro sparen

Die meisten Kunden können bis zum 30. November kündigen. Wir erklären, was bei einem Wechsel der Autoversicherung zu beachten ist.
Vergleichen lohnt sich: Herbstzeit ist Wechselzeit für Kunden von Kfz-Versicherungen. Foto: Arne Dedert, dpa
 
von IRMTRAUD FENN-NEBEL
Wenn es um die Autoversicherung geht, lohnt sich jedes Jahr aufs Neue ein Preisvergleich: Oft sind mehrere Hundert Euro Ersparnis drin. Um von einer günstigeren Versicherung zu profitieren, muss der bestehende Vertrag allerdings rechtzeitig gekündigt werden - in den meisten Fällen bis zum 30. November.

Da es für Verbraucher nicht immer leicht ist, bei der Vielzahl an Angeboten den Durchblick zu behalten, haben sowohl die die Stiftung Warentest (Finanztest-Heft 11 und 12/2016) als auch die Verbraucherzentrale Bayern das Thema Autoversicherungen regelmäßig auf der Agenda. Auf ihren Internetportalen gibt es auch Musterbriefe für die Kündigung einer Versicherung, Tariftabellen oder Preisvergleiche. Wir haben die wichtigsten Tipps der Verbraucherschützer zusammengefasst.

Wenn es um die Autoversicherung geht, lohnt sich jedes Jahr aufs Neue ein Preisvergleich: Oft sind mehrere Hundert Euro Ersparnis drin. Um von einer günstigeren Versicherung zu profitieren, muss der bestehende Vertrag allerdings rechtzeitig gekündigt werden - in den meisten Fällen bis zum 30. November.
Da es für Verbraucher nicht immer leicht ist, bei der Vielzahl an Angeboten den Durchblick zu behalten, haben sowohl die die Stiftung Warentest (Finanztest-Heft 11 und 12/2016) als auch die Verbraucherzentrale Bayern das Thema Autoversicherungen regelmäßig auf der Agenda. Auf ihren Internetportalen gibt es auch Musterbriefe für die Kündigung einer Versicherung, Tariftabellen oder Preisvergleiche. Wir haben die wichtigsten Tipps der Verbraucherschützer zusammengefasst.

1. Ein Versicherungswechsel kann enorme Einsparungen bringen. Finanztest verglich 159 Tarife von 72 Anbietern und fand heraus: Das günstigste und das teuerste Angebot liegen mitunter 1000 Euro auseinander.

2. Vor einer Kündigung muss man in den Vertrag schauen: Die meisten Kfz-Versicherungen laufen bis Jahresende. Deshalb muss das Kündigungsschreiben bis zum 30. November beim Versicherer sein. Laufen Policen unterjährig aus, endet die Kündigungsfrist einen Monat, bevor der Vertrag geschlossen wurde. Für die Kündigung reicht ein formloses Schreiben. Verbraucher sollten um eine Kündigungsbestätigung bitten, zumindest aber die Kündigung per Einschreiben versenden.

3. Kunden sollten nicht abwarten, bis die Jahresrechnung im Briefkasten liegt - sie kommt oft erst Ende November oder Anfang Dezember, womit die Kündigungsfrist verstrichen ist. Bei einem Fahrzeugwechsel, bei Beitragserhöhung oder Reduzierung der Leistung kann der Vertrag auch außerordentlich während des laufenden Jahres gekündigt werden.

4. Vorsicht, wenn Versicherer großzügige Rabatte anbieten: Diese sind meist an bestimmte Auflagen gebunden. So können zum Beispiel maximale Kilometerleistungen vereinbart werden, oder es wird bei Diebstahl nur gezahlt, wenn das Fahrzeug in der Garage abgestellt wird. Deshalb sollte man prüfen, ob man dauerhaft solche ans persönliche Verhalten gekoppelte Versicherungsvorschriften erfüllen kann.

5. Internet- oder Direktanbieter liegen preislich oft vorn. Bei Vergleichsportalen ist zu beachten, dass sie eventuell Provisionen von den Anbietern erhalten. Die Stiftung Warentest nennt in einem eigenen Preisvergleich auf ihrer Internetseite Tarife, die auf den persönlichen Bedarf zugeschnitten sind. Die Analyse ist kostenpflichtig.

6. Eine Vollkasko lohnt am ehesten für Neuwagen und teure Gebrauchte ab etwa 15 000 Euro. Darunter reicht meist eine Teilkasko.

7. In der Kfz-Haftplicht müssen die Versicherer grundsätzlich jedem Kunden einen Vertrag zu den gesetzlichen Mindestversicherungssummen anbieten. In der Teil- und Vollkasko könnten Unternehmen Kunden ablehnen, jedoch passiert das in der Praxis eher selten. Problematisch ist es laut Finanztest und Verbraucherzentrale am ehesten bei hochpreisigen und ausgefallenen Pkw.

8. Fällt im Januar die Rechnung für den neuen Vertrag wider Erwarten höher aus als zunächst mit dem neuen Anbieter vereinbart, sollte man den Beitrag unter Vorbehalt dennoch vollständig zahlen. Andernfalls riskiert man den Versicherungsschutz. Durch eine Zahlung unter Vorbehalt erkennt man den Betrag nicht als bindend an. Danach kann man noch eingehend prüfen und Geld zurückfordern.

9. Wer wechseln will, sollte sich von der bisherigen Versicherung schriftlich bestätigen lassen, welche Schadensfreiheitsklasse (SF-Klasse) dem neuen Anbieter gemeldet wird. Die Deckungssumme sollte mindestens 50 Millionen Euro betragen.

10. Die Klauseln sollte man sich auch deshalb genau anschauen, weil es sonst zum Beispiel nach einem Unfall zu einer teuren Überraschung kommen könnte. Den Verbraucherschützern zufolge gibt es Anbieter, die wegen eines Schadens extreme Rückstufungen vornehmen. Dann wird das vermeintliche Versicherungsschnäppchen schnell zu einer teuren Belastung.

11. In der Rechnung steht meist der "Vergleichsbetrag", an dem Kunden eine Beitragserhöhung erkennen. Ist der Vergleichsbeitrag niederiger als der jetzt fällige Beitrag, gilt ein Sonderkündigungsrecht (ein Monat nach Zugang des Schreibens). Es greift nicht, wenn der Beitrag nur erhöht wurde, weil der Kunde im Lauf des Jahres einen Unfall hatte und zurückgestuft wurde.

12. Eine Insassenunfallversicherung ist laut Verbraucherschützern überflüssig. Wenn Insassen verletzt werden und Ansprüche gegen den Fahrer haben, zahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung. Der Fahrer selbst sollte besser eine Unfallversicherung abschließen.



Diese Leistungen sollten im Vertrag stehen

Die Stiftung Warentest empfiehlt Tarife, die mindestens folgende Leistungen enthalten sollten:

Haftpflicht
100 Millionen Euro Deckung in der Kfz-Haftpflicht inklusive zwölf Millionen Euro pro geschädigter Person;
Ergänzender Haftpflichtschutz für Mietwagen im Ausland.

Kasko
Teil- und Vollkasko versichern auch die Folgeschäden von Marderbissen (zumindest in begrenzter Höhe, das Limit sollte nicht unter 2000 Euro liegen);
In Teil- und Vollkasko bei Wildunfall keine Begrenzung auf Haarwild;
In Teil- und Vollkasko keine Kürzung bei grober Fahrlässigkeit (Ausnahmen: Diebstahl, Fahren unter Alkohol oder Drogen);
Zwölf Monate Neuwertentschädigung in Vollkasko.
Newsletter kostenlos abonnieren