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Überregional

Migration

Hunderte Migranten stürmen spanische Exklave Ceuta in Marokko

Bei einem "organisierten und gewalttätigen" Ansturm überwinden etwa 500 Menschen die Grenzzäune vom marokkanischen Staatsgebiet in die Enklave Ceuta.
Flüchtlinge sitzen am 17.02.2017 in der spanischen Exklave Ceuta in Marokko mit einer EU-Flagge in den Händen auf dem Boden, nachdem sie am Morgen einen Grenzzaun gestürmt haben. Etwa 500 Menschen sei es dabei gelungen, auf spanisches Gebiet zu gelangen, berichtete die Nachrichtenagentur «Europa Press» unter Berufung auf Polizeikreise. Foto: Jesus Moron/AP/dpa
 
von DPA
Bei einem Massenansturm auf die spanische Exklave Ceuta ist es etwa 500 Menschen gelungen, den Grenzzaun von Marokko aus zu überwinden. Wie marokkanische Behörden am Freitag mitteilten, hätten etwa 1000 Menschen am frühen Morgen versucht, den sechs Meter hohen Doppelzaun zur spanischen Exklave zu stürmen. An mehreren Stellen seien die Migranten, die den Angaben zufolge überwiegend aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara kommen sollen, "gewaltsam und sehr organisiert" vorgegangen. Mehrere Flüchtlinge und Polizisten seien verletzt worden.

Nach Angaben des Roten Kreuzes gelangten rund 500 Menschen in die spanische Exklave. 18 Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden. Es ist in diesem Jahr bereits das zweite Mal, dass Flüchtlinge bei einem Massenansturm versuchen, die Grenzanlagen zu stürmen. In der Neujahrsnacht war der Versuch von mehr als 1100 Migranten gescheitert, auf diesem Weg nach Europa zu gelangen.


Schon im Dezember gab es Ansturm

Der doppelte Zaun, der Ceuta vom marokkanischen Staatsgebiet trennt, ist acht Kilometer lang und sechs Meter hoch. Zuletzt war es Anfang Dezember mehreren Hundert illegalen Einwanderern gelungen, den Zaun zu überwinden. Auch damals gab es viele Verletzte, als Grenzschützer und Polizisten versuchten, die anstürmenden Menschen abzuwehren.

Spanien verfügt in Nordafrika über zwei Exklaven, die beide von Marokko beansprucht werden: Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla. In der Nähe der Gebiete harren Zehntausende notleidende Afrikaner sowie mittlerweile auch Syrer aus, die auf eine Chance hoffen, in die EU zu gelangen. Die beiden spanischen Exklaven sind die einzigen Landgrenzen, die Europa mit Afrika hat.

Im vergangenen Jahr haben nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bis Ende September mehr als 10 000 Menschen Spanien von Marokko aus erreicht. Dennoch entwickelt sich Marokko in den vergangenen Jahren von einem Transitland hin zu einem Ort, an dem immer mehr Flüchtlinge auch längerfristig bleiben. Im Dezember 2016 startete das Königreich erneut eine Kampagne, die es illegalen Flüchtlingen ermöglichen soll, ihren Status legalisieren zu lassen.
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