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Sternschnuppen

Geminiden bescheren uns Sternschnuppen-Nacht im Dezember 2016

Die Geminiden bescheren uns eine Sternschnuppen-Nacht im Dezember 2016. Der Meteorstrom erreicht Mitte des Monats sein Maximum.
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Im Dezember gibt es im Weltraum wieder etwas zu sehen: Den Meteorstrom der Geminiden-Sternschnuppen. Foto: pexels.com
Im Dezember gibt es im Weltraum wieder etwas zu sehen: Den Meteorstrom der Geminiden-Sternschnuppen. Foto: pexels.com
Die Geminiden erfreuen Sternengucker auch 2016 wieder mit einer Sternschnuppen-Nacht. Mitte Dezember, genauer gesagt am 14. Dezember sind die Fallraten der Geminiden-Sternschnuppen am höchsten. Denn dann erreicht der stärkste Meteorstrom, den es im Jahr gibt, sein Maximum.

Der Radiant, also da, wo die Sternschnuppen herzukommen scheinen, liegt im Sternbild der Zwillinge. Das Sternbild gibt dem Schauer auch seinen Namen. Denn gemini ist das lateinische Wort für Zwillinge.

Doch ob die schönen Leuchterscheinungen zu sehen sein werden, hängt freilich stark vom Wetter ab. Derzeit ist es aber eher trüb und bedeckt, allerdings kommt ab Donnerstag ein Hoch, das uns klare Sicht bescheren könnte.


Geminiden verglühen heller als andere Meteorströme

Das Besondere an den Geminiden ist, dass sie außerordentlich hell sind und gelb-weiß leuchten. Zudem haben sich die Fallraten des Sternschnuppenregens vor Weihnachten erhöht. Es werden mehr und mehr Leuchtkugeln. Damit haben die Geminiden bereits die Perseiden im August überholt.

Wenn die Bedingungen zum Beobachten hervorragend sind, können es schon einmal 140 Schnuppen pro Stunde sein. Im Durchschnitt hat man aber während des Regens eine Ausbeute von 30 bis 60 Erscheinungen.

Anders als bei den Leoniden und den Perseiden entstammen die Partikel der Geminiden, die dann auf der Erde als schöne Sternschweife zu sehen sind, nicht einem Kometen, sondern einem Asteroiden. Er heißt (3200) Phaeton.

Was ist der Unterschied zwischen Kometen und Asteroiden?

Asteroiden sind Kleinplaneten, die sich elliptisch um die Sonne bewegen. Der Unterschied zum Komet ist in erster Linie die chemische Zusammensetzung, denn Kometen haben einen größeren Anteil von Wasser und Gasen. Lange hat man sie sich wie Schneebälle vorgestellt. Kommen sie in die Nähe der Sonne, schmilzen sie langsam, so dass der typische Schweif entsteht.

Hier gibt es eine sehr gute Erklärung des Unterschieds zwischen Kometen, Asteroiden und Meteroiden, Metoeriten sowie Meteoren.


Welche Uhrzeit ist für die Geminiden-Beobachtung die beste?

Die Geminiden kann man laut Astronomen eigentlich die ganze Nacht erblicken. Am besten aber soll es kurz nach Mitternacht sein.


Kleiner Wehmutstropfen im Gegensatz zu den Perseiden, die immer am 12. August ihr Maximum erreichen, im Winter ist es kalt, so dass es schnell unangenehm werden kann, wenn man draußen steht und in den Weltraum blickt.



Wer nicht so lange warten möchte, um endlich wieder Sternschnuppen zu beobachten, kann sein Glück im November versuchen, denn da ist der Meteorstrom der Leoniden sichtbar. Allerdings haben die Leoniden sehr viel bescheidenere Fallraten. Höchstens 25 Leuchtkugeln pro Stunde gibt es bei optimalen Bedingungen
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