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Zugunglück Bad Aibling

Denkmal erinnert an Zugunglück von Bad Aibling

Eine rostige Stele erinnert künftig an das Zugunglück von Bad Aibling mit zwölf Toten. Die Gedenkstätte nahe der Unfallstelle wurde am Freitag eingeweiht.
Bayerns stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner (CSU) geht am 07.10.2016 in Bad Aibling während der Einweihung eines Mahnmals für die Opfer des Zugunglücks an der Gedenkstätte entlang. Die rund drei Meter hohe Skulptur des Künstlers Franz Ferdinand Wörle erinnert unweit der Unfallstelle an das Zugunglück mit 12 Toten. Foto: Uwe Lein/dpa
 
von DPA
Eine rostige Stele in Torform erinnert künftig an das verheerende Zugunglück von Bad Aibling. "Die Trauer macht Menschsein aus", sagte der erste Bürgermeister Felix Schwaller bei der Einweihung der Gedenkstätte in der Nähe des Unglücksorts am Freitag im Landkreis Rosenheim. "Für die Menschen ist es wichtig, einen Bezugspunkt und einen Ort der Trauer zu haben."

Die drei Meter hohe Skulptur ähnelt einer aufgestellten Eisenbahnschiene und soll die Wucht des Frontalzusammenstoßes der beiden Züge symbolisieren. Bei einem der schwersten Zugunglücke in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands wurden am 9. Februar 12 Menschen getötet und fast 90 teils lebensgefährlich verletzt. Der katholische Weihbischof Wolfgang Bischof und die evangelische Dekanin Hanna Wirth weihten das Denkmal gemeinsam ein.

Auch Bayerns stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner (CSU) zeigte sich tief betroffen. Für sie war die Unglücksstrecke viele Jahre ihr täglicher Schulweg, sagte sie. Zeit alleine könne keine Wunden heilen, es sei aber wichtig, zusammenzukommen und innezuhalten. Der Trauertag sei auch ein Tag der Wertschätzung für alle, die bei der Katastrophe selbstlos geholfen haben.

Das Denkmal selbst stelle mit seiner Größe und Massivität einen unmittelbaren Bezug zum Unglücksgeschehen her. Es komme aber trotz der Massivität in der "rostigen Oberfläche des Denkmals auch die Vergänglichkeit allen Seins zum Ausdruck", sagte die Politikerin.

Bildhauer Franz. F. Wörle bezeichnete es als eine Ehre, das Werk schaffen zu dürfen: "Das ist natürlich etwas ganz anderes, als eine Skulptur für eine Schule oder eine Bank zu bauen." Das Denkmal symbolisiert für ihn einen Übergang in eine andere Dimension: "Die Opfer haben ein Tor durchschritten, ein Tor vom Leben in den Tod."

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