Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Telefonaktion

Ärzte beantworten Fragen zu Demenz und MS

Am Dienstag, 22. November 2016, bekommen unsere Leser von 16 bis 18 Uhr medizinischen Rat und Infos am Redaktionstelefon.
Demenz spielt in unserer alternden Gesellschaft eine zunehmende Rolle. Die Betroffenen brauchen eine umfassende Betreuung. Foto: David Hecker/dpa/Archiv
 
von IRMTRAUD FENN-NEBEL
Bis zu 1,6 Millionen Menschen sind heute in Deutschland an Demenz erkrankt, was Betroffene, Angehörige und die Gesellschaft vor enorme Herausforderungen stellt. Nicht vergleichen kann man zwar rein zahlenmäßig mit 2500 Fällen pro Jahr die Neuerkrankungen mit Multipler Sklerose, genauso problematisch sind jedoch die Konsequenzen. Deshalb bietet diese Zeitung bei einer Telefonaktion die Möglichkeit, sich zu beiden Themen von zwei Experten beraten zu lassen.

Dafür stehen am Dienstag, 22. November 2016, von 16 bis 18 Uhr zwei Mediziner für unsere Leser Rede und Antwort: Prof. Dr. Peter Rieckmann und Dr. Boris Kallmann. Sie haben Expertise sowohl beim Thema Demenz als auch Multiple Sklerose; erst im Juli hatten sie gemeinsam den "Bamberger MS-Tag" veranstaltet.


So erreichen Sie die Experten

Dr. Boris Kallmann ist niedergelassener Neurologe und Leiter des Multiple-Sklerose-Zentrums Bamberg. Er ist bei unserer Telefonaktion am 22. November unter der Durchwahl 0951/188-221 zu erreichen.

Prof. Dr. Peter Rieckmann ist Chefarzt der Neurologie am Klinikum Bamberg. Bei unserer Telefonaktion am 22. November steht er unseren Lesern unter der Durchwahl 0951/188-226 Rede und Antwort.


Einige Aspekte fördern Demenz

Aus ihrer täglichen Praxis wissen sie: "Demenz kann man nicht verhindern. Aber wir wissen, welche Risikofaktoren es für die Entstehung von Demenz gibt und wie wir das Gehirn vor schädlichen Einflüssen bewahren können." Risikofaktoren, um an Demenz zu erkranken, seien im Prinzip alle, die bei Herz-Kreislauferkrankungen eine Rolle spielen. "Also Aspekte, die wesentlich mit der Lebensführung zusammenhängen", erklären Rieckmann und Kallmann. "Zu hoher Blutdruck, erhöhte Blutfette, Blutzucker." Werden sie nicht kontrolliert, kann sich das negativ auf die Demenz auswirken.

Was bei Demenz zusätzlich ins Gewicht fällt: Das Gehirn funktioniere nur so gut, wie es benutzt werden kann. Um volle Leistung zu bringen, sei das Oberstübchen auf Sinneseindrücke angewiesen. "Wer nicht vernünftig sieht oder hört, kann einer Kommunikation nicht mehr richtig folgen und zieht sich aus der sozialen Interaktion zurück", wissen die Neurologen.


Sinne müssen funktionieren

Deshalb sei es wichtig, Augen und Ohren regelmäßig überprüfen zu lassen. Auch der Geruchssinn spiele in diesem Zusammenhang eine Rolle. "All diese basalen Dinge müssen ständig trainiert werden." Dafür seien mittlerweile Programme entwickelt worden, die ab einem gewissen Alter zur Vorbeugung von Demenz durchgeführt werden können. Studien würden den Nutzen dieser Programme belegen.
Der beste Zeitpunkt für die Vorsorge sei zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr: "Dann wird der Grundstock gelegt, ob das Risiko, mit 70 oder 80 an Demenz zu erkranken, steigt oder sinkt", sagen die Experten.


MS ist nicht heilbar

Zu einem wesentlich früheren Zeitpunkt im Leben erhalten Betroffene die Diagnose für MS: Die Erkrankung wird in der Regel zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr festgestellt. Frauen erkranken doppelt so häufig wie Männer, meist im frühen Erwachsenenalter. "Heilbar ist MS noch nicht, aber die Medikamente werden immer besser", sagen Rieckmann und Kallmann.
Multiple Sklerose sei eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), die zu einer zunehmenden Degeneration von Nervenzellen führt. Die genauen Ursachen seien noch unklar. Nach neuen Zahlen des Bundesverischerungsamtes leben mehr als 200 000 MS-Erkrankte in Deutschland.
"Multiple Sklerose ist nicht ansteckend, nicht zwangsläufig tödlich, kein Muskelschwund und keine psychische Erkrankung": Diese Feststellungen sind Kallmann und Rieckmann wichtig. Auch die häufig verbreiteten Vorurteile, dass MS in jedem Fall zu einem Leben im Rollstuhl führt, seien so nicht richtig.


Krankheit der 1000 Gesichter

"Symptome und Verlauf sind so vielfältig, dass MS auch als Krankheit der 1000 Gesichter bezeichnet wird", sagt Boris-Alexander Kallmann. Jedoch gebe es Medikamente, die die individuellen medizinischen und persönlichen Bedürfnisse der Patienten berücksichtigen.

Wie Demenz und MS entstehen, wie die Erkrankungen behandelt werden können, welche individuellen Therapien und Medikamente es gibt, wo die Forschung steht und wo Betroffene und Angehörige Hilfe erhalten: Diese und alle weiteren Fragen gibt es bei unserer Telefonaktion am 22. November. Die Anrufe sind kostenlos.

zum Thema "Demografischer Wandel"

Newsletter kostenlos abonnieren