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"Seien Sie stolz!"
Selbst-PR ist keine Mogelpackung. Das machte Sabine Asgodom am Dienstag Abend in der Bamberger Jako-Arena deutlich.Wie man sich besser darstellt - das erklärt Sabine Asgodom in zahlreichen Büchern und Seminaren . Vor allem beruflich erfolgreichen Frauen. Denn Selbst-PR ist Öffentlichkeitsarbeit für uns selbst. Doch wie verkaufe ich meine Leistung richtig? Wie stelle ich mich selbst dar? Indem ich eine Strategie entwickle und mein Vorgehen an ihr ausrichte. An Hand einfacher, alltäglicher Beispiele ("Wo kaufen Sie besonders gerne?") nahm eine der bekanntesten Führungscoaches Deutschlands das Publikum buchstäblich und aktiv mit auf den Weg zu mehr Selbstbewusstsein.
Wer richtig Selbst-PR betreibt, muss sich entsprechend positionieren, präsentieren und davon profitieren können. "Ich kann auch Ihnen nur empfehlen: Seien Sie stolz!" Dass das manchen schwer fällt, liegt daran, dass andere meinen, wir seien arrogant. Deshalb machen wir uns klein und können es nicht aushalten, wenn wir gelobt werden. Vor allem Frauen haben ein Problem damit, Lob anzunehmen. Sei es für eine schöne Jacke ("Ach, die ist ganz alt!") oder für eine gute Arbeit. Natürlich braucht man eine bisschen Glück, um zum Beispiel im Beruf erfolgreich zu sein (gute Menschen, die auf einen aufmerksam werden), aber es hat auch mit der eigenen Fähigkeit zu tun.
Selbstversuche im Publikum
"Sagen Sie einen Satz, auf den Sie stolz sind, Ihren rechten und Ihren linken Nachbarn." Dieser erste Selbstversuch, es sollten noch weitere mit zunehmender Heiterkeit und zahlreichem Gelächter folgen – hatte für das Publikum den überraschenden Effekt: Die meist fremden Gesprächspartner lachten, freuten sich. Stolz, so die Schlussfolgerung, macht also glücklich, sympathisch, Arroganz unsympathisch und Eitelkeit ist abwertend.
Und die Folge davon: Frauen sind kompliziert, Männer sind einfach. "Wir sind nicht doof geboren, wir sind dumm erzogen." Und das, so Asgodom, das ist "einfach Mist". Wir alle können das überwinden, wenn wir erkennen, welche Signaturstärken, also ganz eigene Stärken, wir selbst haben. "Was fällt Ihnen leicht? Welche Talente haben Sie? Welche Erfahrungen haben Sie? Und erzählen Sie nicht, dass Sie 35 Jahren in Ihrer Firma sind, weil Sie keine Chance hatten, zu wechseln!" Der Unterschied liegt darin, wie Sie sich selbst darstellen, betont Asgodom. "Sagen Sie also zum neuen Chef: Ich habe drei Umstrukturierungen erlebt, ich kenne jeden Mitarbeiter und ich weiß, worauf Sie achten müssen."
Zu einer erfolgreichen PR in eigener Sache gehöre aber auch, auf die eigene Wirkung zu achten, schließlich mache es einen Unterschied aus, wie wir Menschen begegnen, wie wir auf Menschen zugehen. Denn 55 Prozent der Wirkung, die wir auf andere ausüben, so sagen es Statistiken, macht die Körpersprache aus. Daher sei es wichtig, so Asgodom, zu zeigen, dass "Sie in Ihrer Welt die Nummer 1 sind," ruft Asgodom ihrem Publikum zu und fordert es weiter auf, miteinander zu reden, auch mit zunächst völlig Unbekannten: "Wenn wir miteinander reden, ist die Chance sehr groß, dass wir voneinander profitieren. Es schadet nichts, jemanden kennenzulernen, der einem beruflich helfen kann. Das geht aber nur, wenn wir miteinander reden." Eine Grundvoraussetzung von Selbst-PR sei das Interesse an Menschen.
Natürlich besteht auch die Gefahr, zu scheitern, aber manchmal "muss ich durch die Angst gehen, um dahin zu kommen, wo ich hin möchte." Denn wir müssen etwas wagen, um es zu lernen. Selbst-PR heißt aber auch, mit Angriffen umzugehen lernen. "Gewinnen Sie Zeit, indem Sie nachfragen", rät Asgodom, aber man sollte lernen, mit einer Art Werkzeugkoffer auf Angriffe reagieren zu lernen. Das kann bedeuten, mit einer flapsigen Bemerkung darauf zu reagieren, dem Gegenüber die Grundlage zu entziehen oder aber tatsächlich auf Konfrontation zu gehen. Sei es unter vier Augen, sei es vor einer Gruppe.
Das ist zwar ziemlich ungewohnt (die Angst vor dem Scheitern inbegriffen) aber, beruhigt Asgodom, "man kann es lernen" und sich an neue Situationen gewöhnen. Davon waren nach gut eineinhalb Stunden auch das Publikum überzeugt.
Zitate von Sabine Asgodom:
"Lassen Sie die Kleinmacher weg!"
"Achten Sie auf Ihre Hände!"
"Achten Sie auf Ihre Bewegungen!"
"Körpersprache schlägt Sprache."
"Sprechen Sie langsam, sagen Sie was ist."
"Machen Sie Ihre Arbeit zu 100 Prozent, aber machen Sie nicht mehr alles."


















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