Die Neukenrother Kirchweih feiert Jubiläum - zum vierzigsten Mal gestalten die Neukenrother Trachtler wieder die Kirchweih als Einhaltkirchweih.
Im Jahre 1978 war es, als ein paar Jugendliche nach 25-jähriger Pause auf Anregung des Feuerwehrvorstandes Andreas Scherbel wieder die Tradition der Einhaltkirchweih aufgenommen hatten. Aus den Einhaltpaaren dieser Zeit entwickelte sich der jetzige Volkstrachtenverein "Zechgemeinschaft Neukenroth". Nachdem der eigentliche Termin der Weihe der Pfarrkirche St. Katharina nicht mehr nachzuvollziehen ist, feiern die "Neugrüede" ihre Kerwa mit vielen anderen Orten zur allgemeinen Kirchweih.


Wochenlange Vorbereitungen

Die Zecher-Jugendlichen sind es, die fast ausschließlich die Einhaltkirchweih organisieren. Daher sind die "Bumm" und "Mahla" des Volkstrachtenvereins "Zechgemeinschaft Neukenroth" schon seit Wochen bei den Vorbereitungen für das große Fest.
Der hohe Kirchweihbaum wurde geschlagen und die "Bumm" haben ihre "Mahla" auch schon gefragt, ob sie mit ihnen einhalten. Am Donnerstag starten die Einhaltpaare und die Kellner in die Kirchweihwoche. Es wird die Kirchweih ausgegraben, womit der Startschuss für fünf wilde Tage in Neukenroth gegeben wird. Die heimische Gastronomie hat sich mit den speziellen Kirchweihspeisen auf viele Gäste eingestellt. Am Freitag wird der Kirchweihbaum geschält, geschliffen und der Kranz gebunden, damit er am Samstag ab 10 Uhr am Dorfplatz in Neukenroth aufgestellt und geschmückt werden kann.


Kirchweihparade um 8.15 Uhr

Am Kirchweihsonntag treffen sich die Paare und die Abordnungen der örtlichen Vereine um 8.15 Uhr zur Kirchenparade, um gemeinsam zur Pfarrkirche St. Katharina zu ziehen, wo Pfarrer Hans-Michael Dinkel den Festgottesdienst zelebrieren wird. Nach dem Frühschoppen in der Zecher-Halle müssen die Einhaltburschen mit der Bläsergruppe wieder früh losziehen, damit alle Paare rechtzeitig um 14 Uhr am Plan sein können. Dort werden sie von allen Kirchweihgästen erwartet, damit jeder zu einem Tänzchen auf dem Plan geladen werden kann. Bis zum Eintreffen der Paare zeigen dort die kleinsten Zecherinnen und Zecher, dass auch sie schon die Kirchweihtänze beherrschen. Ab 20 Uhr laden die Zecher zum Kirchweihtanz mit "Franky und Garry" in die Zecher-Halle ein.


Spiel und Spaß

Der Kirchweihmontag steht im Zeichen von Spaß und Spielen. Die Paare ziehen vormittags durch den Ort, um mit den Bewohnern auf den Straßen ein Tänzchen zu wagen. Am Nachmittag wird der "Wettstreit der Überraschungen" mit Spielen, Verlosung und Hahnenschlag den Ausklang des Tages bilden, bevor am Dienstag die Kirchweih wieder begraben wird und man ein weiteres Jahr darauf warten muss bis es wieder heißt: "wäh hodd Kerwa - mije homm Kerwa!"
Ob Schirmherr Bürgermeister Rainer Detsch wieder so gutes Wetter liefern kann wie im vergangen Jahr, wird sich zeigen. Sollte der Wettergott sich nicht einsichtig zeigen, werden die Aktivitäten kurzerhand in die Zecher-Halle verlegt.
Joachim Beez