Die Landwirte blicken in diesem Jahr auf ein ungewöhnliches und schwieriges Jahr zurück. Das Frühjahr begann sehr trocken und mit langen Nachtfrösten noch bis in den April hinein. Dies machte vor allem den Obstbauern Schwierigkeiten, die in diesem Jahr erhebliche Verluste hinnehmen mussten. Durch die trockene und kühle Witterung im Frühjahr hatten die Landwirte bei der Frühjahrsbestellung und bei den Frühjahrsarbeiten keine größeren Probleme und konnten diese gut durchführen. Das Wachstum war allerdings um einige Wochen zurück. Durch die anschließende warme und feuchte Witterung holte die Natur sehr schnell auf. Im Mai/Juni war es dann verhältnismäßig trocken und im Juni sehr heiß, so dass die eine oder andere Getreidefläche doch unter der Trockenheit litt. Ab Mitte/Ende Juni begann es dann zu regnen. In diesem Jahr allerdings immer gleich große Regenmengen, die die Getreideernte erschwerten. Gut entwickelte sich der Futterbau. Grünland und Mais holten sehr schnell auf und es wuchs eine sehr gute Futtergrundlage heran.


Schwierigkeiten bei der Getreideernte

Des einen Freud, des anderen Leid: Die Getreideernte machte massive Schwierigkeiten. Durch die immer wieder einsetzenden Regenfälle kam es zum Teil zu problematischen Erntebedingungen und der eine oder andere Mähdrescher versank im Acker und musste mit Schleppern wieder herausgezogen werden. Die Getreideernte zog sich deshalb sehr lange hin und auch die Qualität des Getreides litt erheblich. Trotzdem kann man die Getreideernte als durchschnittlich bezeichnen, wenn auch nicht mit besonders guter Qualität. Auch in den weiteren Wochen, bei der Rapssaat und der Feldbestellung, machte nach wie vor der Regen immer wieder Probleme.
Diese schwierigen Erntebedingungen hatten aber auch zur Ursache, dass die eine oder andere Straße einmal verschmutzt wurde und auch an den Wochenenden wurden die Landwirte öfters gezwungen, auch am Sonntag ihre Ernte einzubringen. Für das Verständnis bei der Bevölkerung möchten sich die Landwirte im Rahmen des Erntedankfestes bedanken. "Wir werden dieses Verständnis, so wie es ausschaut, noch in den nächsten Wochen brauchen, um die Maisernte durchführen zu können und auch die Feldbestellungen. Auch da wird es immer wieder zu unsauberen Straßen kommen. Die Landwirte bemühen sich zwar, die Straßen so schnell wie möglich zu reinigen, aber das wird nicht immer gelingen", heißt es in einer Pressemitteilung des Bayerischen Bauernverbands, Kreisverband Coburg.


Gottesdienst am Sonntag

Das diesjährige Kreiserntedankfest des Bayerischen Bauernverbandes findet am Sonntag, 15. Oktober, in der Morizkirche in Coburg statt. Gemeinsam mit den Coburger Bauern wird der Gottesdienst um 10 Uhr als Kreiserntedankfest gefeiert und eine neue Erntekrone aufgezogen. Im Anschluss laden Coburger Bauern und das Kirchencafé-Team zum Kirchencafé in der Kirche mit Kaffee und Kuchen, kalten Getränken und Broten ein.