Am Wochenende wird in Maroldsweisach von Donnerstag, 12. Oktober, bis Montag, 16. Oktober, Kirchweih gefeiert. Traditionell spielt die "Weisachtaler Blasmusik" am Kirchweihsamstag ihre Kirchweihständela. Am Festplatz am Friedrich-Rückert-Ring ist wieder ein Rummelplatz aufgebaut, auf dem sich Groß und Klein erfreuen kann. Am Freitag wird ab 21 Uhr im Saalbau Hartleb Livemusik mit "Basic Beats" Rock aus verschiedenen Jahrzehnten geboten. Eine Dj-Party mit Valdemossa steigt am Samstag ab 21 Uhr. Am Kirchweihsonntag finden um 10.30 Uhr in der evangelischen Kirche und zeitgleich um 10.30 Uhr in der katholischen Herz-Jesu-Kirche die Festgottesdienste statt.


Geschichte

Der Kirchweihleger in Maroldsweisach ist die evangelische Pfarrkirche in der "Herrenstraße". Die katholische Herz-Jesu-Kirche wurde erst Mitte der neunziger Jahre erbaut. 1568 erhielt das Dorf Maroldsweisach seine erste Kirche, eine kleine Renaissancekirche, die Grundherr Wolf Dietrich von Stein errichten ließ. Vor 280 Jahren wurde die heutige Kirche nach vierjährigem Bau eingeweiht. 1782 wurde der Kirchturm erhöht und erhielt seine Form. Das Untergeschoss des Turmes stammt noch aus dem 16. Jahrhundert. Unter dem Turm befand sich eine Gruft, die während des Krieges sogar als "Luftschutzkeller" genutzt wurde.
1962 wurde die evangelische Kirche innen renoviert und zeigt charakteristische Merkmale evangelischer Kirchenbauten im 19. Jahrhundert. Im Innern befindet sich ein so genannter Kanzelaltar, bei dem Altar, Kanzel und Orgel übereinander angeordnet sind. Der Taufstein stammt von 1720 und hat eine besondere Geschichte aufzuweisen. Nach dem Krieg verschwand die barocke Taufschüssel aus Zinn und tauchte durch einen Zufall erst Ende des letzten Jahrhunderts wieder auf. Ein Antiquitätenhändler aus dem Rheinland bekam die "abhanden" gekommene Zinnschüssel in seine Hände und fragte in Coburg nach, ob die eingegossenen Mohren (Bunzen) aus Coburg stammen würden. Dort konnte man nicht weiterhelfen, aber dem Besitzer mitteilen, dass eine Inschrift auf der Schüssel nach Maroldsweisach weist. Nach weiteren Recherchen kam dann die wertvolle Taufschüssel wieder nach Maroldsweisach zurück, nachdem die Sparkasse Ost-Unterfranken den Kaufpreis übernahm.
Cama