Proß
Veranstaltung

Kerwa in Proß

Proß lädt zur Kerwa ein: Vom 12. bis 14. August wird in dem Mainleuser Ortsteil wieder einiges geboten.
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Am Montag trifft man sich zum traditionellen "Rumspieln" durch den Ort. Dabei wird teilweise auf recht abenteuerlichen Musikinstrumenten gespielt. Fotos: Hermann Müller
Am Montag trifft man sich zum traditionellen "Rumspieln" durch den Ort. Dabei wird teilweise auf recht abenteuerlichen Musikinstrumenten gespielt. Fotos: Hermann Müller
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Kerwa ist ein Brauch, der in ganz Franken und somit natürlich auch in Proß hochgehalten wird. Drei Tage lang feiern die Einwohner des kleinen Mainleuser Ortsteiles am Wochenende wieder ausgelassen.
Die "Proßer Kerwa" ist wegen ihrer gemütlichen, familienfreundlichen Atmosphäre, der wirklich attraktiven Preise und natürlich wegen der breiten Auswahl an fränkischen und auch internationalen Schmankerln weit über die Grenzen der Marktgemeinde Mainleus hinaus bekannt und beliebt.


Rettung der Kerwa

Die Dorf-Kerwa drohte in Proß auszusterben, als die Gastwirtschaft Stenglein ihre Pforten schloss. Der Gesangverein wollte sich nicht damit abfinden, dass mit der Kerwa ein weiteres Stück Brauchtum sterben sollte und griff die Tradition wieder auf.
Die ersten Veranstaltungen mussten noch im Freien abgehalten werden. Man improvisierte und feierte Kerwa auf eine ganz einfache Art und Weise. Im Jahr 1977 wurde die alte Dreschhalle in einen Bierstadl umfunktioniert. Somit konnte bei jedem Wetter gefeiert werden.
Ab diesem Zeitpunkt wurde auch der Ablauf und das Konzept verändert, so dass der Personalbedarf und der Arbeitsaufwand wuchs.
1996 wurde dann die Interessengemeinschaft Proß zur Erhaltung des alten Feuerwehrhauses gegründet, seither betreiben Gesangverein und Interessengemeinschaft die Proßer Kerwa gemeinsam.
Seit einigen Jahren findet die Proßer Kerwa nun schon in der Halle von Horst Brummer statt, die sich unmittelbar neben dem Gemeinschaftshaus der IG Proß und dem Kinderspielplatz befindet.
Günstig am Radweg von Kulmbach nach Thurnau gelegen, ist Proß nicht nur am Kerwa-Wochenende der ideale Ort, um einen kleinen Zwischenstopp nach einer anstrengenden Radtour einzulegen. Traditionell nehmen auch viele Radler die Gelegenheit wahr, um hier ihren Durst zu löschen.
Das ganze Dorf ist auf den Beinen und auch Ortsfremde helfen dazu, wenn es gilt, wieder eine herausragende Kerwa auszurichten, bei der neben der Sorge um das leibliche Wohl den Gästen natürlich immer wieder ein abwechslungsreiches Programm geboten werden soll.
Auf diesen Weg möchten sich alle Proßer bei allen Helfern bedanken, ohne die es nicht zu schaffen wäre, eine Veranstaltung in dieser Größenordnung durchzuführen.


Programm für Jung und Alt

So gibt es in diesem Jahr Unterhaltung mit dem Spielmobil des Kreisjugendrings am Sonntagnachmittag ab 14 Uhr, eine Tombola, Torwandschießen und natürlich darf auch eine Hüpfburg nicht fehlen. Die vielfältigen Spielmöglichkeiten am Kinderspielplatz stehen ebenfalls zur Verfügung.
Als besondere Spezialität gibt es an allen Tagen Souvlaki-Spieße und wegen des großen Erfolgs die beliebten Kartoffel-Spiralen mit verschiedenen Dip`s als Gaumenfreude. Auch den hausgemachten Wurstsalat sollte jeder Gast probiert haben.
Gespannt sein darf man auch auf den dreitägigen Barbetrieb. Hier hat sich die einheimische Dorfjugend tolle Sachen ausgedacht. So gibt es wieder die zusätzliche Bar im "Freien", die bei schönen Wetter jeden Tag ab 21 Uhr geöffnet ist. Bei schlechten Wetter hat man die Möglichkeit, auf die Bar im IG Haus zurückzugreifen.
Anschließend spielt die Gruppe "FUNTASTX" zur Unterhaltung der Kerwabesucher auf.
Das Sonntagsprogramm beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst. Anschließend trifft man sich zum Weißwurstfrühschoppen. Nachmittags gibt es Kaffee und hausgemachten Kuchen, ab 17 Uhr Pizza, die nach italienischem Rezept frisch und individuell für die Gäste zubereitet wird.
Für handgemachte Kerwamusik sorgen am Sonntag Die "Weizinger".


Traditionelles "Rumspieln"

Am Montagmorgen beginnt das traditionelle "Rumspieln". Mit allerlei abenteuerlichen Musikinstrumenten wird dabei von Haus zu Haus gezogen, um kleine Gaben einzusammeln.
Für Kerwamontag ist es den Proßern gelungen, nach einer jahrelangen Pause wieder Markus Brand auf die Bühne zu holen, einen bekannten Alleinunterhalter aus der Oberpfalz.
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