Bad Rodach
Ortsporträt Bad Rodach

"Ehrenamtliche Arbeit gibt einem viel zurück"

In Bad Rodach stehen das Ehrenamt und die Gemeinschaft an vorderer Stelle.
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Der Marktplatz mit Brunnen.  Foto: Harald Koch
Der Marktplatz mit Brunnen. Foto: Harald Koch
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Grußwort von Bürgermeister Tobias Ehrlicher

Liebe Mitbürgerinnen und liebe Mitbürger,

es ist bedauerlich und in höchstem Maße bedenklich, dass die Bereitschaft, ehrenamtliche Arbeit zu übernehmen, zunehmend rückläufig ist. Umso mehr ist den Menschen zu danken, die sich in ihrer Freizeit dafür einsetzen, dass öffentliche Einrichtungen und auch die Vereine, die sich gemeinnützigen Aufgaben widmen, erhalten werden können. Nicht zu Unrecht haben die Freiwilligen Feuerwehren sich für ihre Arbeit den Leitspruch "Gott zu Ehr, dem nächsten zur Wehr" ausgewählt. In ihm drückt sich der uneigennützige Einsatz für Leben, Gesundheit und Eigentum anderer zutreffend aus. Die Aufgabenbereiche haben sich allerdings in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten verändert. Stand früher nahezu ausschließlich die Brandabwehr und Feuerbekämpfung für die Wehren im Vordergrund, so sind in der jüngeren Vergangenheit die technische Hilfeleistung und auch die medizinische Erstversorgung durch die First-Responder in den Vordergrund gerückt.
Ich möchte es allerdings nicht versäumen, auch allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu danken, die sich für die sportlichen, kulturellen und sozialen Interessen der Allgemeinheit einsetzen. Das Gemeinwohl und die Gemeinschaft wären in nicht einschätzbarem Maße ärmer, würde es nicht Menschen geben, die das gesellige Miteinander in den öffentlichen Einrichtungen und Vereinen organisieren und fortentwickeln. Abschließend möchte ich nochmals allen Ehrenamtlichen danken und sie ermuntern, in ihrem Engagement, sich für andere einzusetzen, nicht nachzulassen. Die von ihnen geleistete Arbeit ist nicht wertvoll genug einzuschätzen. Ehrenamtliche Arbeit gibt einem unglaublich viel zurück. Dies ist mit nichts zu ersetzen. Bleiben Sie weiter am Ball.


TSV 1861 Heldritt

Das idyllische Heldritt, mit 700 Einwohnern der zweitgrößte Stadtteil von Bad Rodach, liegt in einem wunderschönen Talkessel.
Die Ortschaft bietet ein sehr aktives Dorf- und Vereinsleben, in das annähernd jeder Bewohner in irgendeiner Form eingebunden ist. Ob im Heimatverein oder Gesangsverein, bei der Feuerwehr oder im Sportverein - hier findet jeder ein Betätigungsfeld.
Folgt man dem Weg zur Waldbühne, kommt man zum Sportgelände des TSV 1861 Heldritt. Mitten im Wald gelegen, bietet sich dem Besucher eine beschauliche Anlage mit dem neu gestalteten Sportheim als Mittelpunkt. Die Fußballsparte mit ihren Senioren-, Junioren- und Damenmannschaften bildet das Herzstück des Vereins. Darüber hinaus haben sich vor wenigen Jahren einige Bogenschützen zusammengefunden. Allerdings kämpft der TSV wie jeder andere Sportverein mit der Tatsache, dass man alleine vom "Kerngeschäft Sport" nicht leben kann. Den Verein finanziell über die Runden zu bringen, ist die Aufgabe der ehrenamtlichen Arbeit des Vorstandes mit seinem Vorsitzenden Michael Meister und einer ganzen Reihe von weiteren aktiven Vereinsmitgliedern. Auch die Altherren-Abteilung um Norbert Blei, Ralf Lesch und Markus Thumser sorgt immer wieder für Einnahmen durch attraktive Events, wie den Boccia-Frühschoppen am Sonntag und das immer Ende Juli stattfindende Boccia-Turnier. Die größte organisatorische Herausforderung, die der Verein jährlich meistert, ist der in diesem Jahr am 6. und 7. August auf der Heinz-Morgenroth-Sportanlage in Heldritt stattfindende "Quattro-Fun-Cup". Es war der 2. Vorsitzende Michael Fischer, der die Idee hatte, dieses Ereignis zu etablieren. Beim "Quattro-Fun-Cup" messen sich Mannschaften in den Sportarten Fußball, Handball, Volleyball und Boccia.


FC Bad Rodach

Gegründet wurde der FC Rodach am 8. Juli 1970 unter Führung von Hartmut von Berg, insgesamt kamen 61 Gründungsmitglieder ins Schützenhaus (heute "Alt Rodach"). Noch im gleichen Jahr begann der Bau eines eigenen Fußballplatzes neben dem Schützenplatz, am Spielbetrieb nahm der junge Verein ab der Rückrunde der Saison 1970/71 teil. Anfangs hatte der Verein keine eigenen Umkleidekabinen, sonder nutzte dafür Räume im Schützenhaus, im Jahr 1972 folgte der Umbau der offenen Schützenhalle mit Umkleidekabinen für die Mannschaft des FC Rodach.
Seit dem Jahr 1980 gestaltet der Fußballclub alljährlich das attraktive Hallenturnier um den Habermaaß-Wanderpokal in der Bayernhalle. Um auch für höhere sportliche Ziele gerüstet zu sein, wurde 1989 das Rasenspielfeld in seiner heutigen Form errichtet. Mit dem Bau des Sportheimes wurde im Jahr 1993 begonnen. 1995, rechtzeitig zum 25-jährigen Bestehen, konnte das eigene Sportheim eingeweiht werden. Für FC-Verhältnisse war der Bau ein riesiger Kraftakt mit einem Investitionsvolumen von 400 000 Euro und über 10 000 Stunden Eigenleistung vieler Freiwilliger aus den Reihen des FC Rodach.
Nach der Bad-Anerkennung wurde aus dem FC Rodach der FC Bad Rodach, der heute gültige Vereinsname.
Seit 2011 wurde das Sportheim permanent restauriert, mittlerweile ist daraus ein richtiges Schmuckstück geworden, das gerne von Privatpersonen für Feste gemietet wird.
2013 bekam der Verein die "Silberne Raute" vom Bayerischen Fußball Verband, der Verein wurde in diesem Jahr von der Egidius-Braun-Stiftung für die Integration von Flüchtlingen geehrt. Derzeit hat der FC Bad Rodach 340 Mitglieder, davon sind 50 Prozent Jugendliche.
Die 1. Mannschaft feierte in der Saison 2015/2016 die Meisterschaft mit Aufstieg in die Kreisklasse.


Liederkranz 1863 und Turnverein 1907 LTV Gauerstadt

Wenn auch die Zeiten der großen sportlichen Erfolge im Frauenhandball mit mehreren Bayerischen Meisterschaften und Süddeutscher Vizemeisterschaft der Vergangenheit angehören, so ist doch der Stolz auf diese außergewöhnlichen Erfolge einer "Dorfmannschaft", die über Jahre hinweg namhaften Mannschaften aus Großstädten Paroli bot, bei denen die es miterlebt haben immer noch vorhanden.
Nach wie vor bietet der LTV Gauerstadt für seine 420 Mitglieder ein breites sportliches und kulturelles Angebot. Sicherlich sind nicht allzu oft Reiten, Fußball, Plattenwerfen, Gymnastik, Tanzen und Chorgesang in einem einzigen Verein anzutreffen. Zu einem echten Renner entwickelte sich die Idee des früheren 1. Vorsitzenden und jetzigem Ehrenvorsitzenden Georg Woitkewitsch, zusammen mit dem vom Verein ausgerichteten Dorffest einen Flohmarkt zu veranstalten. Mittlerweile hat sich der Flohmarkt zum größten des Coburger Landes gemausert. Üblicherweise findet diese Veranstaltung am dritten Sonntag im Juni statt.
Gerne besucht wird auch das von der Reit- und Fahrabteilung im LTV ausgerichtete Reitturnier. In diesem Jahr findet es am 6. und 7. August statt.
Der alljährliche Orientierungsritt startet in diesem Jahr wieder im Herbst an der Reithalle.
Darüber hinaus lädt der LTV immer am Vorabend des 3. Advents alle über 60-Jährigen aus Gauerstadt und den umliegenden Dörfern zu einer Adventsfeier in den Sportheimsaal ein. Wer Fragen zum Verein hat, kann sich an den 1. Vorsitzenden Uwe Schmidt, Telefon 09564/4277, wenden.


TSV 1860 Bad Rodach

Der TSV 1860 Bad Rodach ist ein Mehrspartenverein und bietet ein breites Programm für Jung und Alt. Außerdem ist es der mitgliedsstärkste Verein in der Umgebung mit circa 700 Mitgliedern. Der TSV 1860 Bad Rodach setzt sehr viel Energie in die Jugendarbeit, was die dementsprechenden Mitgliederzahlen wiedergeben.
Aber auch die Herren-Mannschaften sind immer wieder erfolgreich. Die Handballer, die SG Bad Rodach/Großwalbur, feierten im Jahr 2013/2014 den Aufstieg in die Landesliga. Die Fußballer machten den Aufstieg über eine packende Relegation perfekt.
Der Verein hat folgende Abteilungen: Fußball, Leichtathletik, Turnen, Tischtennis, Handball, Gymnastik, Tennis und Faustball.
Sehr viele engagierte Ehrenamtliche kümmern sich um alle notwendigen Aufgaben im Verein wie Vereinsführung, Sponsoring, Platzpflege und vieles mehr.
Der Verein ist immer bemüht, die Räumlichkeiten, Sportplätze und Hallen auf einem guten Niveau zu halten, weswegen auch eine neue Sporthütte für die Aufbewahrung der Leichtathletik-Geräte am Sportplatz gebaut wird.
Jährlich sehr gut besucht ist der TSV Fasching. Seit dem vergangenen Jahr findet auch ein Sommerfest statt, das in diesem Jahr am kommenden Samstag, 23. Juli, gefeiert wird.


Freiwillige Feuerwehr Bad Rodach

Seit über 180 Jahren ist die Freiwillige Feuerwehr Bad Rodach jede Sekunde für ihre Gäste und Bürger zur Stelle. Mit 350 Einsätzen wurde die Wehr im Jahre 2015 stark gefordert (377 im Jahre 2014). Hier schlagen alleine 304 First Responder Einsätze zu Buche.
Die First Responder Einheit wurde 2001 gegründet und wird immer dann alarmiert, wenn kein Rettungswagen vor Ort ist und schnelle medizinische Hilfe gefragt ist. In den Schutzbereich der Stützpunktfeuerwehr Bad Rodach fallen das größte Waldgebiet im Landkreis Coburg, eine Rehaklinik, die ThermeNatur, ein Industriebetrieb für Holzverarbeitung, ein großer Automobilzulieferer sowie eine schöne historische Altstadt.
Hierfür stehen der Wehr für den abwehrenden Brandschutz ein Mehrzweckfahrzeug, drei Löschgruppenfahrzeuge, eine Drehleiter, ein Gerätewagen Logistik und über zwei Tragkraftspritzenanhänger der beiden Löschgruppen Roßfeld und Rudelsdorf zur Verfügung.
Auf ihre Jugendgruppe ist die Wehr besonders stolz, mit ihren elf Feuerwehranwärterinnen und sieben Feuerwehranwärtern ist der Fortbestand gut abgesichert. Die Integration von Flüchtlingskindern in die Jugendgruppe ist eine große und wichtige Aufgabe, welche unterstützt und gefördert wird.
Bei den vielen Aktivitäten der Jugendgruppe über Leistungsprüfungen, Wettkämpfen bis hin zum Berufsfeuerwehrwochenende werden die Jugendlichen auf ihren Einsatzdienst vorbereitet.
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