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Sicherheitstechnik

Rollläden fit gegen Einbrecher machen

Ein Überblick, was Sie bei Rollläden beachten müssen, um Einbrecher gleich an dieser ersten Hürde scheitern zu lassen.
Ältere Rollläden lassen sich oft leicht aufstemmen - ein Kinderspiel für viele Einbrecher.  Foto: Florian Schuh/mag
 
von PR-REDAKTION
Rollläden sind die erste Hürde für einen Einbrecher. Aber nicht jedes Modell ist eine echte Barriere. Ältere und einfache Modelle lassen sich leicht hochschieben oder anders überwinden. Was müssen Hausbesitzer beachten? Ein Überblick.

Im ersten Schritt sollten Hausbesitzer testen, ob ein Rollladen einfach zu knacken ist. "Einfach versuchen, den Rollladen von außen hochzuschieben", rät Karlheinz Kirschbaum, Fachberater der Einbruchs-Initiative "Nicht bei mir!". Dann prüfen, ob der Rollladenpanzer stabil ist oder sich leicht durchdrücken lässt. Dazu genügt ein Druck mit der Handfläche auf die Mitte des Rollladens.
Entscheidend ist das verwendete Material. "Aluminium-, Stahl- oder Holzrollladen sind deutlich widerstandsfähiger als Kunststoff." Gute Rollläden haben Sonderausstattungen wie stabile Panzer und verstärkte Führungsschienen. "Aluminium mit Hartschaumkern oder Edelstahl sind hier die erste Wahl", rät Kirschbaum. "Bei nachträglich montierten Anlagen sollte auch der Rollladenkasten aus stranggepresstem Aluminium bestehen", sagt Reinhard Kowalewski vom Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz. Ein stabiler Kasten habe eine mindestens zwei Millimeter dicke Wand. Neben Rollladenstäben aus einem Aluminiumband mit spezieller Aufschäumung kann auch Holz mit einer Kettenverbindung der Stäbe verwendet werden.


Sperre nachträglich einbauen

Bei manchen Modellen lässt sich eine automatische Hochschiebesperre nachträglich einbauen. Ein Motor zusammen mit einer Zeitschaltuhr fährt außerdem die Rollläden zu programmierten Zeiten hoch und herunter. Dann sieht es so aus, als sei jemand zu Hause.
Der Austausch alter Rollläden lohnt sich besonders an den gefährdeten Einbruchstellen wie den Fenstern im Erdgeschoss und den Terrassentüren. Hier kommen am besten geprüfte einbruchhemmende Rollläden zum Einsatz. Sie werden in sechs Widerstandsklassen von der niedrigsten RC 1 bis zu RC 6 eingeteilt. "Empfehlenswert sind Rollläden ab Widerstandsklasse RC 2", empfiehlt Andreas Mayer von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes in Stuttgart.


Kosten

Eine automatische Sicherung gegen Hochschieben kostet laut Kirschbaum im Schnitt rund 300 bis 500 Euro, ein guter Sicherheitsrollladen etwa 100 Euro pro Quadratmeter. Vorbauelemente, die sich nachträglich montieren lassen, haben andere Preise. Hinzu kommt, dass Sicherheitsrollläden vom Fachbetrieb eingebaut werden müssen.
dpa-mag
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