garten-trends

Landwirtschaft

Raus auf die Felder

Jetzt werden die Weichen für eine gute Ernte gestellt. Die Landwirte haben mit einigen Herausforderungen zu kämpfen.
Nicht überall werden die Rapsfelder in diesem Jahr so üppig blühen. Durch die Trockenheit im Herbst müssen viele Landwirte mit Ernteeinbußen rechnen. Foto: Archiv
 
von PR-REDAKTION
Mit dem Frühjahr beginnt für die Landwirtschaft wieder die Außenwirtschaft. Die technischen Geräte werden startklar für die kommende Saison gemacht, die ersten Felder sind bereits gedüngt worden und der Boden wird für die nächste Aussaat vorbereitet.
Wintergetreide, das bereits im vergangenen Herbst ausgesät wurde, lechzt jetzt geradezu nach milderen Temperaturen und Sonnenschein. "Die kalte Jahreszeit haben die inzwischen handhohen Pflänzchen gut überstanden", sagt Anton Huber, Referent des Bayerischen Bauernverbands. "Bislang erwarten wir keine größeren Schäden - das Getreide steht gut da."
Anders sieht das beim Raps in der Region Coburg aus. "Die Landwirte haben durch den trockenen Herbst im vergangenen Jahr Probleme", sagt Hans-Jürgen Rebelein, Geschäftsführer der Geschäftsstelle Coburg/Lichtenfels des Bayerischen Bauernverbands. Nur schwer sei der Raps aufgelaufen. Probleme bereitet das zum Beispiel den Landwirten auf den Langen Bergen. Rebelein: "Sie müssen nun neu säen oder Ernteeinbußen hinnehmen."
Was uns Menschen nicht fröhlich stimmt, für die Pflanzen aber ein Segen wäre, ist Regen. "In fast allen Regionen ist es zu trocken", sagt Huber.


Aussaat von Sommergetreide beginnt

Laut Rebelein sind die Landwirte derzeit vor allem mit Pflanzenschutz und Düngen beschäftigt. Zudem beginnen viele Bauern jetzt mit der Aussaat von Sommergetreide wie Hafer oder Gerste. Für eine optimale Entwicklung bevorzugt die Gerste trockene Böden, die sich leichter erwärmen. "Gerste hat eine kurze Vegetationszeit von 110 bis zu 130 Tagen und sollte so früh wie möglich gesät werden. Dafür ist sie dann auch das erste Getreide, das im Sommer erntereif ist", sagt Huber.
Ein großes Thema in der Region ist auch der Anbau eiweißhaltiger Feldfrüchte wie Erbsen oder Ackerbohnen. Viele Landwirte in Bayern setzen derzeit verstärkt auf einen Eiweißanbau, um von Futtermittelimporten unabhängig zu sein. "Die Landwirte wollen statt Sojaschrot vermehrt auf lokale Früchte setzen", sagt Rebelein. Zudem laufen Versuche, Soja auch in der Region als Feldfrucht zu etablieren.


Viele Herausforderungen

Weitere Herausforderungen für die Landwirte sind derzeit laut Rebelein vor allem auch die niedrigen Getreidepreise. Der Milchpreis habe sich zwar stabilisiert, stagniere aber. "Unser Traum wären 40 Cent pro Liter - das bräuchten wir", sagt Rebelein. bbv/lif
Newsletter kostenlos abonnieren
Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.