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Entsorgung

Umweltgerecht entsorgen

Reparieren statt wegwerfen, umweltgerecht entsorgen und Neuanschaffungen bewusst tätigen: So geht nachhaltiges Haushalten!
Alte Smartphones und andere technische Geräte dürfen nicht einfach mit dem Hausmüll entsorgt werden.  Foto: Holger Hollemann/dpa
 
von PR-REDAKTION
In jedem deutschen Haushalt befinden sich durchschnittlich 217 Geräte, die nicht benutzt werden, weiß der Rat für Nachhaltige Entwicklung, angesiedelt bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Und jetzt? Wegschmeißen, verschenken, weiter Neues kaufen und horten? Im Folgenden ein paar Tipps, wie nachhaltiges Haushalten geht.


Ausgediente Geräte umweltgerecht entsorgen

Elektrogeräte wie Computer, Fernseher oder Handys gehören nicht in den Hausmüll, denn sie enthalten giftige Stoffe wie z. B. Blei, Quecksilber und Weichmacher. Allerdings sollten sie auch nicht in Schubladen oder auf dem Dachboden eingelagert werden. Die kommunalen Wertstoffsammelstellen nehmen alte Geräte kostenlos entgegen und sammeln sie nach Sorten getrennt. So lassen sich Wertstoffe und Kunststoffe recyceln und Schadstoffe umweltgerecht entsorgen.


Reparieren statt wegwerfen

Egal ob Smartphone, Computer oder Fernseher: Die CO2-Bilanz von Elektronikgeräten verbessert sich, je länger das Gerät genutzt wird. Auch kaputte Geräte sollten daher nicht vorschnell auf dem Müll landen. Als Alternative zum klassischen Reparaturdienst gibt es in immer mehr Städten Repair Cafés. Dort leiten Experten die Besucher bei der Reparatur ihrer mitgebrachten Geräte an. Ausrangierte Computer nehmen Vereine entgegen, die das Gerät reparieren und es dann weitergeben.


Ausrangierte Kleidung fair weitergeben

Mehr als 750 000 Tonnen gebrauchter Kleidungsstücke werden jährlich in Deutschland gesammelt. Doch nicht bei jeder Kleiderspende ist für Verbraucher ersichtlich, wo die Kleidung landet. Trägt ein Sammelzettel oder ein Kleidercontainer das Siegel "FairWertung", werden Fairness-Standards beim Sammeln und Verwerten erfüllt. Die Kriterien wurden vom Dachverband FairWertung entwickelt. Alternativ können gut tragbare aussortierte Kleider auch in Secondhand-Geschäften, in den Kleiderkammern von Kirchen, Caritas und kommunalen Einrichtungen neue Besitzer finden. Bei Spenden an Flüchtlingsunterkünfte informiert ein Blick ins Internet über den aktuellen Bedarf.


CDs, DVDs und Handys zu Sammelstellen bringen

CDs und DVDs bestehen größtenteils aus Polycarbonat, das gut recycelt werden kann. Das gilt allerdings nur, wenn Verbraucher die Datenträger bei Sammelstellen abgeben, statt sie in den Gelben Sack zu werfen. Für alte Handys gibt es spezielle Handysammelstellen, eingerichtet von Umweltorganisationen wie dem Naturschutzbund und der Deutschen Umwelthilfe in Kooperation mit Mobilfunkanbietern.


Anschaffungen bewusst tätigen

Neuanschaffungen sollten Verbraucher mit Blick auf die langfristigen Kosten tätigen. So können sich beispielsweise die höheren Anschaffungskosten für energiesparende Geräte auf lange Sicht auszahlen. Wenn Produkte umweltverträglich und unter hohen sozialen Standards produziert werden, sind sie in der Regel teurer. Doch die Investition lohnt sich, da nachhaltige Produkte einen Mehrwert für Umwelt und Gesellschaft haben.
Nachhaltig konsumieren ist möglich: Wie es geht, zeigt der Nachhaltige Warenkorb des Rates für Nachhaltige Entwicklung, www.nachhaltiger-warenkorb.de.
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