energie-umwelt

Energie und Umwelt

Jetzt modernisieren

Was man bei den günstigen Ölpreisen momentan einspart, kann man für energetische Investitionen verwenden.
 
von PR-REDAKTION
Der Ölpreis ist in freiem Fall. Seit Jahresbeginn ist das schwarze Gold um 20 Prozent billiger geworden. Besitzer von Autos mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren reiben sich die Hände. Der Literpreis für Diesel liegt schon deutlich unter einem Euro, der Preis für Superbenzin tendiert unter 1,20 Euro.
Beim Heizöl ist das Bild nicht viel anders. Preise wie zuletzt vor zehn Jahren sind auf dem Markt üblich. Doch das unerwartete Konjunkturprogramm für strapazierte Haushaltskassen und Unternehmen, die viel unterwegs sind, hat auch seine Kehrseite.
Hinter dem Poker ums Öl stecken knallharte politische Interessen. Die OPEC-Staaten, allen voran Saudi-Arabien, fördern trotz des Überangebots auf dem Markt ungebremst. Damit wollen sie Staaten wie die USA oder Russland, die unter erschwerten Bedingungen und damit kostspielig fördern, in die Knie zwingen. Zu allem Überfluss bringt nun auch noch, nach der Aufhebung des Embargos, der Iran sein Öl auf den Weltmarkt.
"Heizölkunden gehören zweifelsohne zu den Gewinnern der Ölpreisentwicklung", erklärt Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Öltechnik (IWO). Dessen Bilanz zum Heizölpreis der vergangenen Jahre liest sich so: 2015 im Durchschnitt rund 24 Prozent unter dem Vorjahresniveau, damit so günstig wie seit 2009 nicht mehr. Umgerechnet auf einen Jahresverbrauch von 3000 Litern konnten Ölheizer gegenüber Gaskunden mehr als 480 Euro sparen, so die Erhebungen des Fachmagazins "Brennstoffspiegel". Nach den Berechnungen des Instituts kosteten 100 Liter Heizöl im vergangenen Jahr durchschnittlich 58,14 Euro inklusive Mehrwertsteuer, 2014 waren es noch 76,64 Euro.
Kehrseite ist, dass die politisch gewollte Energiewende ins Stocken gerät. Es braucht keine umfangreichen Expertisen, um feststellen zu können, dass Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell auf Klimaschutz und Energiewende ausgerichtet haben, unter fallenden Umsätzen zu leiden haben. Spritschleudern sind plötzlich wieder erschwinglich und werden nachgefragt, während Stromer ins Stottern geraten, das Ziel der Bundesrepublik, Elektromobilität zu forcieren, von der Marktentwicklung weggefegt wird.


Zukunft ungewiss

Sicher aber bleibt die Gewissheit, dass die Uhren schnell wieder anders gehen können, das lehrt die Geschichte. Wann, weiß niemand so genau. Das hängt letztlich von der politischen Großwetterlage ab, von Faktoren, die wir nicht beeinflussen können.
Sicher eine gute Idee ist es, mit dem Geld, das jetzt gespart werden kann, energetisch sinnvolle Installationen zu finanzieren. Zum Beispiel in einen neuen Heizungskessel. "Ein modernes Öl-Brennwertgerät macht im Gegensatz zu älteren Anlagen auch von der im Abgas gebundenen Wärme Gebrauch und erreicht insgesamt einen Nutzungsgrad von fast 100 Prozent", empfiehlt Willig.
Die moderne Anlage verbrauche bis zu 30 Prozent weniger als der betagte Vorgänger. Darüber freut man sich - vor allem dann, wenn der Heizölpreis wieder ansteigt. geb

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.