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Energie und Umwelt

Durchlaufen lassen

Flächenheizungen sind am sparsamsten, wenn man sie von Herbst bis Frühjahr durchlaufen lässt.
Eine Flächenheizung wird typischerweise im Fußboden verlegt, kann aber auch eine Wand- oder Deckenheizung sein. Am Boden werden Heizrohre mit Hilfe eines Tackers auf den Dämmplatten befestigt, darüber kommt dann Estrich.  Foto: Nestor Bachmann
 
von PR-REDAKTION
Bei Flächenheizungen werden Heizkörper überflüssig: Sie verbreiten unsichtbar Wärme im Raum. "Die unter der Oberfläche verlegten Heizrohre erwärmen große Flächen", erklärt Joachim Plate vom Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen. Das ist effektiver als bei Radiatorheizungen, die eine viel kleinere Heizfläche haben. Die Betriebstemperaturen sind geringer, weil der gesamte Boden als Heizfläche genutzt wird.
Dadurch kommen Flächenheizungen mit Vorlauftemperaturen von 35 Grad aus, während konventionelle Systeme mit Heizkörpern 55 bis 70 Grad benötigen.
Flächenheizungen müssen nicht so warm werden wie Heizkörper, die an der Wand stehen", sagt Birgit Holfert vom Verbraucherzentrale Bundesverband. Sie vermitteln auch schon bei geringeren Temperaturen Behaglichkeit, weil die Wärme nach oben steigt und sich im ganzen Raum verteilt.
"Deshalb sind sie eine gute Kombination zu modernen Heizungen mit Brennwerttechnik oder Wärmepumpen, die mit niedrigen Vorlauftemperaturen am effektivsten arbeiten."
Aber: Man kann die Flächenheizung nicht eben mal höher oder tiefer einstellen, wenn sich das Wetter ändert. Sie brauchen nach Holferts Erfahrung etwa drei- bis viermal so lange wie Heizkörper, um hoch- oder runterzufahren. "Eine Flächenheizung sollte man deshalb am besten im Herbst anschalten und dann bis zum Frühjahr durchlaufen lassen. Dann ist sie am sparsamsten."
Da Flächenheizungen Niedrigtemperaturheizungen sind, brauchen sie eine möglichst gut gedämmte Umgebung, damit die Wärme im Haus bleibt. In Häusern, die nicht den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) entsprechen, können sie ihre Qualitäten nicht voll entfalten. "Weil dort in den meisten Fällen höhere Vorlauftemperaturen benötigt werden, braucht die Heizung mehr Brennstoff und kann nicht so energieeffizient arbeiten wie in gedämmten Gebäuden", sagt Holfert. dpa-mag

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