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Einweihung

Starke Investition in den Standort Wiesenfeld

Die Milchwerke Oberfranken West eG haben ihr neues Hochregallager eingeweiht. Es bietet Platz für 8200 Paletten.
Das Gerüst steht: Knapp zwei Jahre dauerten die Bauarbeiten am neuen Hochregallager.  Fotos: Milchwerke Oberfranken West eG
 
von PR-REDAKTION
450 Millionen Kilogramm: So viel Milch verarbeiten die Milchwerke Oberfranken West eG in Wiesenfeld mittlerweile jedes Jahr zu ihren bekannten und beliebten Käsespezialitäten. Seit sich die Genossenschaft, der aktuell rund 950 Milchlieferanten angehören, Anfang der 1990er-Jahre am Standort Wiesenfeld niedergelassen hat, sind die Milchwerke ständig gewachsen.
Jüngstes Großprojekt ist das Hochregallager, das vergangenen Freitag eingeweiht wurde und in das das aufstrebende Unternehmen rund zehn Millionen Euro investiert hat. Eine Investition, die sich laut Direktor Ludwig Weiß und dem Vorstandsvorsitzenden Harald Reblitz recht schnell auszahlen wird.
Denn vor dem Bau des Lagers musste der Käse zum Reifen teilweise in weit entfernte Lager - etwa nach Nürnberg und Meiningen - gebracht werden und später zum Verkauf wieder zurück nach Wiesenfeld gefahren werden. Der Transport führte nicht nur zu hohen Kosten für die Milchwerke, sondern auch immer wieder zu Verlusten, weil Paletten auf dem Transport beschädigt wurden.


Platz für 8200 Paletten

Architekt Stefan Seiler hatte die Idee, das neue Hochregallager durch eine Überladebrücke mit dem bestehenden Produktionsgebäude zu verbinden. Die mit Käsespezialitäten aller Art bestückten Paletten fahren von dort durch einen Transporttunnel in das Lager.
8200 Paletten können in dem 40 Meter hohen und 73 Meter langen Bau verstaut werden. Hochautomatisiert können im neuen Lager jede Stunde 120 Paletten computergesteuert bewegt, also ein- oder ausgelagert, werden. Durch den Applikator kurz vor den Versandbahnen erhält jede Palette maschinell das passende Versandetikett.
Vollautomatisch funktioniert auch die Beladung der Lastwagen zur Auslieferung. Dadurch, dass zunächst alle Paletten mit einem Meter Höhe, anschließend alle Paletten mit zwei Metern Höhe und am Ende die Zwischengrößen ausgeliefert werden, wird eine optimale Beladung der Lastwagen erreicht. Auch die Höhe der Paletten wird automatisch ermittelt und dann ein entsprechend hohes Lagerfach dafür zugewiesen.


100 Millionen Euro investiert

Das Hochregallager ist eine von vielen Investitionen der Milchwerke Oberfranken West eG am Standort Wiesenfeld. "Seit 1993 wurden am Standort rund 100 Millionen Euro investiert. Das ist toll für das Coburger Land", sagte Landrat Michael Busch (SPD) bei der Einweihung am vergangenen Freitag vor geladenen Gästen.
Auch Bürgermeister Bernd-Joachim Höfer (CSU) betonte, dass er das Unternehmen mit seinen über 400 Beschäftigten als Segen für Meeder zu schätzen wisse.
Direktor Ludwig Weiß dankte bei der Einweihung allen beteiligten Firmen für die gute Zusammenarbeit bei dieser herausfordernden Aufgabe, insbesondere Architekt Stefan Seiler vom Architekturbüro Gick-Seiler in Bamberg und der Firma SSI Schäfer, deren Hochregallösung für die hohen Anforderungen die optimale sei.


Das Großprojekt

Begonnen hatten die Arbeiten am Hochregallager im Oktober 2014 mit den Erdarbeiten - 40000 Kubikmeter Erde mussten abtransportiert werden. Im Frühjahr 2015 wurde die Bodenplatte betoniert. Weiter ging es mit dem Logistikgebäude, bei dem schon bald die Stützen standen. Ende Juli 2015 war der Rohbau dann nahezu fertig. Schon kurze Zeit später, Anfang August 2015, begann die Aufstellung des Lagers. Im rasanten Tempo war schon vier Wochen später das Lagergerüst fertig. Ab Oktober 2015 begann die Montage der Fördertechnik, die Installation der Software erfolgte ab Januar 2016. In Betrieb genommen wurden die neuen Gebäude im Mai 2016. Angeschlossen an das neue Hochregallager ist außerdem ein neues Logistikgebäude, in dem durch die optimierte Kommissionierung und Konfektionierung die Kosten reduziert und die Qualität verbessert werden.
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