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Rhön

Wanderspaß auf der Extratour Michelsberg

Die 8,8 Kilometer lange Strecke namens Extratour Michelsberg ist bestens gepflegt und gut geeignet für eine kleine Tour.
Blick auf Münnerstadt von einer Ruhegelegenheit unterhalb des Lehrbienenstandes.  Fotos: Joachim Rübel
 
von PR-REDAKTION
Man muss nicht immer erst ewig mit dem Auto herumgondeln, um dann auszusteigen und einen schönen Spaziergang oder eine kleine Wanderung zu unternehmen. Die sogenannten Extratouren am oder neben dem berühmten "Hochrhöner" bieten dazu auch in der näheren Umgebung wunderbare Gelegenheit. So zum Beispiel die Extratour Michelsberg.
Diese genau 8,8 Kilometer lange Rundstrecke ist seit 2014 ausgeschildert, da wurde sie vom Deutschen Wanderinstitut e.V. zertifiziert. Und auch nach drei Jahren präsentiert sich dieser "Premiumwanderweg" in hervorragender Form. Die Wege sind bestens gepflegt und gut in Schuss. Immer wieder gibt es Kartentafeln zur Orientierung. Etwas Kondition sollte man schon mitbringen, aber die leichte bis mittelschwere Strecke ist auch für Ältere und Familien mit Kindern gut geeignet. Zwei bis drei Stunden an Zeit erfordert das Ganze. Auf zwei Dritteln der Strecke geht man auf Naturweg, auf 10 Prozent über Asphalt; und 23 Prozent des Weges sind leicht befestigt.


Panorama-Aussichten inklusive

Startmöglichkeiten mit nahegelegenen Parkplätzen gibt es an verschiedenen Stellen, und man kann den Weg (Rotes M auf weißem Grund) nach Belieben in beide Richtungen gehen, die Tour bleibt stets attraktiv: Denn in jedem Fall gelangt man immer wieder zu faszinierenden Panorama-Aussichten, so zum Beispiel am "Burghäuser Blick", am Reichenbacher Blick" oder am Aussichtspunkt nahe dem Lehrbienenstand auf Münnerstadt und den Hindenburgpark. Wanderer, die die Tour nach und nach genussmäßig steigern möchten, starten in Münnerstadt am Oberen Tor oder am Bahnhof.
Nach den ersten Steigungen - danach gibt es nur noch wenige - und geraden Strecken durch tiefgrünen Laubwald darf man eine erste Verschnaufpause an der Kleinen Windsburg bei einem schönen Blick ins Lauertal einlegen. Am "Reichenbacher Blick" erklimmt man einen hölzernen Aussichtsturm und wird belohnt durch herrliche Fernsicht bis zur Höhenlinie des Thüringer Waldes.


Weinkultur und Obstanbau

Weiter geht es zur Kirchenruine Michelsberg, wo es sich ebenfalls gut rasten lässt. Wer sich für die fromme und spannende Historie des Ortes interessiert, der wird hier mittels Info-Tafeln bestens instruiert. Von hier aus könnte man die weitere Strecke abkürzen und bereits jetzt in Richtung Teufelsboden bzw. Lehrbienenstand weitergehen, es empfiehlt sich aber in jedem Fall der "Schlenker" über Burghausen, wo sich an den warmen buschigen Hängen über dem Ort die Überreste alter Weinkultur und des Obstanbaus studieren lassen. Nun führt die Runde so langsam wieder in Richtung Münnerstadt: Bienenfreunde und solche, die es werden wollen, kommen am Lehrbienenstand auf ihre Kosten, bevor es dann wieder hinabgeht in Richtung Hindenburgpark.
Auf diesem hängigen Streckenabschnitt mit seinem Magerrasen und weiterer typischer Vegetation gibt es ebenfalls mehrere Sitzgelegenheiten - so lässt es sich z.B. auf den hölzernen Liegen prächtig ruhen. Wer hier verweilt, der kann den weiten Horizont genießen und den Blick auf das nun schon sehr nahe "Mürscht" und die Autobahnbrücke in der Ferne. Die Michelsberg-Extratour ist mehr als gut ausgeschildert, beinahe alle 50 Meter ist gut sichtbar ein Schildchen mit dem M-Symbol angebracht. Aber über diese "Verschilderung der Natur" sollte sich nur der beklagen, der sich noch nie auf einer Wandertour verlaufen hat.
Joachim Rübel
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