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Jubiläum

40 Jahre Bier- und Burgenstraße

500 Kilometer lang ist die Bier- und Burgenstraße. Die Route vom Kyffhäuser Gebirge bis in den Bayerischen Wald hat für jeden etwas zu bieten.
Kulmbach mit seiner Plassenburg will entdeckt werden.  Fotos: Veronika Schadeck/privat
 
von PR-REDAKTION
In diesem Jahr feiert die Bier- und Burgenstraße 40-jähriges Bestehen. Einer, der sich noch ganz genau an den Werdegang erinnert, ist der Wirt von der bekannten Kulmbacher Gaststätte Hagleite, Günter Limmer.
Mitte der siebziger Jahre, zu seiner aktiven Zeit im Hotel- und Gaststättenverband, ging es unter anderem um die Frage, wie die industriell geprägte Region touristisch aufgewertet werden könnte. Zusammen mit den Kronacher Kollegen, darunter der damalige Chef des Tourismusbüros, Wolfgang Rang, der Inhaber des Hotel Wasserschlosses, Arno Hofmann, dem Vorsitzenden des Bayerischen Hotel und Gaststättenverbandes Kronach, Heinz Grebner und dem Journalisten Willi Schreiber, wurde schließlich die Idee der Bier- und Burgenstraße geboren.


Zuerst von Kulmbach nach Lauenstein

Als Gründungsdatum ist der 13. Mai 1977 verankert. Ursprünglich, so erzählt Günter Limmer weiter, führte die Bier- und Burgenstraße von Kulmbach nach Lauenstein. Die B 85 wurde deshalb ausgewählt, weil an dieser Straße mit u. a. Franken-, Kaiser-, Schultheiß/Altenmünster Gampert-Bräu, Mönchshof, EKU, Reichel- Sandlerbräu, Leiner- und Jahns-Bräu eine große Brauereidichte vorhanden war. Weiterhin locken Sehenswürdigkeiten wie Plassenburg, Festung Rosenberg, Burg Lauenstein und Wasserschloss Mitwitz.
Noch heute gerät Günter Limmer ins Schwärmen, wenn er von zahlreichen Werbeaktionen erzählt. Beispielsweise wurde ein Prospekt im Bierkrug-Format gedruckt. Auf Messen wurde für die Bier- und Burgenstraße die Trommel gerührt. "Die Resonanz war großartig." Und Begeisterung ist seiner Stimme zu entnehmen, wenn er davon spricht, dass zwischen 4000 und 5000 Gästen pro Saison in den Jahren nach der Gründung bei ihm anwesend waren, um an der "kleinen und heiterem Kulmbacher Bierprobe" mit "Zapferprüfung" teilzunehmen.
Nach der Wende, im Jahre 1990, ist die Bier- und Burgenstraße erweitert worden in die heutige Form. Zum 40-jährigen Bestehen ist Günter Limmer schon ein bisschen stolz, an der Gründung beteiligt gewesen zu sein. Allerdings bedauert er, dass diese touristische Route mittlerweile etwas in Vergessenheit geraten sei.


500 Kilometer lang

Nicht jeder kennt die 500 Kilometer lange Strecke, die entlang der B 85 führt, in Bad Frankenhausen am Kyffhäuser beginnt und in Passau endet. Sie führt durch die Regionen Kyffhäuser Gebirge, Weimarer Land, Thüringer Wald, Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale, Frankenwald, Fränkische Schweiz, Bayerischer Jura und Bayerischer Wald. Und dabei führt sie auch durch die Landkreise Kronach und Kulmbach.
Vom Start aus in Bad Frankenhausen gelangt man über Weißensee in die Glockenstadt Apolda, weiter geht's nach Bad Berka und Blankenhain, Saalfeld, Probstzella. Dort wird die innerdeutsche Grenze überquert, es empfängt einen der Landkreis Kronach. Imposant thront Burg Lauenstein über dem engen Loquitztal. Noch heute soll dort zu bestimmten Anlässen die "Weiße Frau" zu sehen sein. Weiter geht's nach Ludwigsstadt, vorbei am Schiefermuseum.
Über Pressig passiert die Bier- und Burgenstraße das Wasserschloss Mitwitz, das wie ein verwunschenes Märchenschloss zwischen zwei Flüssen liegt. Vorbei an der Heunischenburg, der ältesten wissenschaftlich erforschten Steinburg Europas nördlich der Alpen, wird Kronach mit der imposanten Festung Rosenberg erreicht.


Brauwasser-Nixe

Im Bierdorf Weißenbrunn wird der Dorfbrunnen von einer Nixe gekrönt, aus deren Busen das klare Wasser hervorspringt, das zum Brauen guten Bieres benötigt wird. Eine malerische Altstadt, die trutzige Plassenburg und das Bayerische Brauerei- und Bäckereimuseum erwarten Sie in Kulmbach, der "heimlichen" Hauptstadt des Bieres. Empfehlenswert der Abstecher zur Burgruine Nordeck bei Stadtsteinach und der Wallfahrtsbasilika "Maria Heimsuchung" in Marienweiher, bevor der Weg weiter über Trebgast mit seiner wunderschönen Naturbühne in die Wagnerstadt Bayreuth führt.


Von Artern nach Amberg

Der Verein Bier- und Burgenstraße wird derzeit unter dem Vorsitz des ehemaligen Pressecker Bürgermeisters Erhard Hildner geführt. Unter anderem folgende Orte befinden sich an der Bier- und Burgenstraße: Artern, Weißensee, Apolda, Bad Berka, Blankenhain, Bad Blankenburg, Saalfeld, Probstzella, Ludwigsstadt, Steinbach am Wald, Pressig, Mitwitz, Kronach, Weißenbrunn, Kulmbach, Stadtsteinach, Marktleugast, Trebgast, Bayreuth, Pegnitz, Auerbach, Sulzbach-Rosenberg und Amberg. Veronika Schadeck
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