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Oberfrankens Wirtschaft

Die IHK Oberfranken Bayreuth stellt die aktuelle Lage sowie die künftigen Erwartungen für 2016 vor.
Foto: PR
 
von PR-REDAKTION
Die oberfränkische Wirtschaft geht weiterhin von einer im Saldo positiven Entwicklung der Geschäftslage aus, die sich aber im Vergleich zum Frühjahr eingetrübt hat. Für die kommenden zwölf Monate rechnen 21% mit einer sich verbessernden Geschäftslage. Demgegenüber prognostizieren 10% eine schlechtere Geschäftslage. Optimistischer als der Durchschnitt schätzen der Tourismussektor und die Industrie ihre Entwicklung ein. Pessimistischer sehen der Einzelhandel und saisonbedingt das Baugewerbe die kommende Entwicklung.


Moderate Umsatzentwicklung erwartet

Nach Prognose der befragten Unternehmen werden sich die Umsätze im In- und Ausland positiv entwickeln, wenn auch nicht mehr so stark, wie noch im Frühjahr angenommen. Auf dem Inlandsmarkt rechnen 23% mit steigenden und 13% mit sinkenden Umsätzen. Besonders optimistisch blicken der Dienstleistungssektor und die Tourismusbranche auf die kommenden Monate. Die Einschätzung zu der Entwicklung der Umsätze auf den Auslandsmärkten stellt sich ähnlich dar. Hier rechnen 27% mit besseren und 11% mit schlechteren Umsätzen. Dabei tun sich neben dem Euroraum auch die nordamerikanischen und die Märkte in Asien (ohne China) hervor.
Für den chinesischen Markt erwarten die Befragten, wie bereits erwähnt, ein leichtes Umsatzwachstum. Weiterhin sinkende Umsätze werden für Russland und die ehemaligen GUS-Staaten erwartet. Hier scheint eine Trendwende nicht in Sicht.


Oberfränkische Wirtschaft will einstellen

Die oberfränkische Wirtschaft will auch künftig im Inland investieren. So planen 25% mit steigenden, und lediglich 12% mit sinkenden Inlandsinvestitionen. Meistgenanntes Hauptmotiv ist die Ersatzbeschaffung. Ein vergleichbares Bild geben die Planungen der Mitarbeiterzahlen der Unternehmen wieder. Hier möchten im Saldo mehr Unternehmen Mitarbeiter einstellen als freistellen. Für die kommenden zwölf Monate kann mit einem Beschäftigtenwachstum von rund 1,5% gerechnet werden.


Flüchtlinge sind Chance für Deutschland

Der Fachkräftemangel wird mittlerweile von 41% der befragten Unternehmen als Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung ihres Unternehmens eingestuft. Damit ist der Fachkräftemangel seit 2013 das am stärksten steigende Risiko. Hinzu kommt, dass die Unternehmen weiter einstellen möchten. Hier bietet der aktuelle Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland eine Chance. Die Wirtschaft braucht Arbeitskräfte sowie Auszubildende und möchte bei der Integration unterstützen. Flüchtling wiederum integrieren sich schneller, wenn Sie nicht nur in die Gesellschaft, sondern auch in die Arbeitsprozesse integriert sind. Für diese Win-win-Situation müssen jetzt die Weichen gestellt werden.


Industrie

Die Industrie stuft die momentane Geschäftslage weiterhin positiv ein. Rund 44% der Unter-nehmen sind mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Demgegenüber stehen 12% der befragten Unternehmen, die die aktuelle Situation als schlecht einstufen. Steigende Umsätze konnten im Inlandgeschäft registriert werden. Die Umsätze im Ausland bleiben hingegen auf stabilem Niveau. Im Auslandsgeschäft sind es konkret die Märkte in Osteuropa, Russland und China, die rückläufige Umsätze zu verzeichnen haben. Auf allen weiteren Märkten wurden im Saldo konstante Umsätze erzielt. Für die kommenden Monate rechnet die Industrie auch weiterhin mit einer im Saldo dezent positiven Entwicklung. Knapp ein Viertel der befragten Industrieunternehmen kalkuliert mit einer sich verbessernden Lage. 10% hingegen prognostizieren eine schlechtere Geschäftslage. In diesem Fahrwasser bewegen sich auch die erwarteten Umsätze im Inland. Die Auslandsumsätze sollen deutlicher ansteigen. Und so plant die Industrie mit leicht steigenden Investitionen und Beschäftigtenzahlen.



Baugewerbe

Auch im September, ebenso wie im Frühjahr, beurteilt das Baugewerbe seine Geschäftslage sehr positiv. Insgesamt berichten 50% der befragten Unternehmen von einer guten und nur 3% von einer schlechten Geschäftslage. So verwundert es nicht, dass Auftragsvolumen und Kapazitätsauslastung im Saldo stark positiv bewertet werden. Zudem geben knapp 9 von 10 Bauunternehmen einen saisonüblichen bzw. höher als saisonüblichen Auftragsbestand an. Saisonüblich wird mit Blick auf den bevorstehenden Winter für die kommenden Monate eine verhaltende Einschätzung abgeben. So gehen knapp 89% der Bauunternehmen von einer besseren bzw. gleichbleibenden und 11% von einer sich verschlechternden Geschäftslage aus. Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Blick auf die Auslastungs- und Auftragserwartungen. Als Konsequenz plant das Baugewerbe mit konstanten Investitionen und einer leicht rückläufigen Beschäftigtenzahl.


Dienstleistungen

Der Dienstleistungssektor ist auch weiterhin mit seiner aktuellen Geschäftslage zufrieden und steigert die hohen Werte aus dem Frühjahr nochmals leicht. 53% der befragten Dienstleister stufen die Lage gut, 42% befriedigend und lediglich 5% schlecht ein. Diese Einschätzung wird auch durch die gestiegenen Umsatzzahlen im In- und Ausland unterstrichen. Und so geben 9 von 10 der befragten Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche an, dass sie voll bzw. befriedigend ausgelastet sind. Die Entwicklung der Geschäftslage in den kommenden 12 Monaten stufen die Befragten verhaltener ein, als noch im Frühjahr. 19% der Unternehmen rechnen mit einer besseren, 10% mit einer schlechteren Geschäftslage. Eine Verschnaufpause, die nicht durch die erwarteten Umsatzzahlen gestützt wird. Hier rechnet der Dienstleistungssektor weiterhin mit einem Plus im In- und Ausland. Auch bei den geplanten Investitionen und der Entwicklung der Beschäftigtenzahlen ist diese Pause nicht erkennbar. In beiden Fällen plant die Branche mit steigenden Zahlen.


Tourismus

Die Tourismusbranche ist mit der aktuellen Geschäftslage nahezu durchweg zufrieden. 53% gaben eine gute und nur 6% der Befragten eine schlechte Geschäftslage an. Diese positive Grundeinschätzung wird auch durch die derzeitigen Umsatzzahlen und die aktuelle Auslastung gestützt. Beide Parameter sind im Saldo stark positiv und damit Basis der guten Geschäftslage. Auch der Blick auf die kommenden zwölf Monate stimmt die Touristikbranche optimistisch. Insgesamt gehen 32% der befragten Unter-nehmen von einer sich verbessernden Ge-schäftslage aus. Demgegenüber stehen 3% die mit schlechteren Geschäften rechnen. Und so wird auch mit einer weiterhin hohen Auslastung und steigenden Umsätzen kalkuliert. Darauf aufbauend plant die Tourismusbranche einen Investitionsschub. Auch die Beschäftigtenzahl soll spürbar erhöht werden.
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