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Willkommen daheim

Glanzlichter der Region entdecken

Oberfranken hat das einzigartige Glück, gleich zwei UNESCO-Welterbestätten zu beherbergen: Zum einen die Bamberger Altstadt, zum anderen das markgräfliche Opernhaus in der Festspielstadt Bayreuth.
Die Bamberger Altstadt gehört zu den Weltkulturerbestätten in Oberfranken.  Fotos: PR
 
von PR-REDAKTION
Warum die Altstadt UNESCO Welterbe ist, wird dem Besucher schnell klar: Die romantischen, durch hochmittelalterliche und barocke Architektur geprägten Straßen und Gassen des "Fränkischen Roms" laden dazu ein, zu schlendern, zu verweilen und zu staunen. Besonders eindrucksvoll ist der Bamberger Dom mit seinen vier Türmen und dem Bamberger Reiter im Kirchenschiff, dem Wahrzeichen der Stadt. Ein weiteres Wahrzeichen ist das in den Fluss Regnitz hinein gebaute Alte Rathaus, in dem mit der Sammlung Ludwig eine der größten Porzellansammlungen Europas ausgestellt ist. Und das sind nur zwei der über 1200 Baudenkmäler der Kernstadt. Darüber hinaus lassen sich in den Bierkellern und Wirtshäusern der Bistumsstadt ideal die kulinarischen Spezialitäten Oberfrankens, wie das Bamberger Rauchbier, die "Bamberger Hörnla" oder ein Paar "blaue Zipfel" genießen.


Das bedeutsame Erbe der Markgräfin

Das Bayreuther Opernhaus ist ein Bauwerk, das an Größe und Pracht den berühmtesten Häusern seiner Zeit in nichts nachsteht und mit dem die Markgräfin Wilhelmine wohl ihr bedeutendstes Erbe hinterlassen hat. Der Innenraum des Opernhauses wurde von Giuseppe Galli Bibiena gestaltet, einem der einflussreichsten Theaterarchitekten seiner Zeit. Daneben ließ die Schwester Friedrichs des Großen zahlreiche barocke Schlösser und Bauten sowie die Eremitage, eine historische Parkanlage mit weitverzweigten Heckenquartieren, halbschattigen Laubengängen und kunstvollen Wasserspielen errichten. International bekannt ist Bayreuth vor allem aufgrund seiner Festspiele, bei denen sich zwischen Juli und August prominentes und internationales Publikum zu den dreißig Aufführungen im Festspielhaus auf dem Grünen Hügel einfindet.


Ganz neu: das Kulmbacher Gewürzmuseum

Neben diesen zwei Städte findet sich in Oberfranken noch so manch anderes Kleinod: Da wäre zum Beispiel die "heimliche Hauptstadt des Bieres" Kulmbach. Im Bayerischen Bäckerei-, Brauerei- und seit kurzem auch Gewürzmuseum lässt sich die ganze Bandbreite der bayerisch-fränkischen Kulinarik erkunden. Natürlich ist lebendige Wirtshauskultur auch für Kulmbach ein Aushängeschild, welche ihren jährlichen Höhepunkt im Juli/August in der "Kulmbacher Bierwoche" findet, wenn mitten in der Stadt eines der bekanntesten fränkischen Bierfeste stattfindet. Die Plassenburg, eine trutzigen Renaissance-Wehranlage, lädt zum Besuch ein. Während im Sommer im "Schönen Hof" der Plassenburg Open-Air-Veranstaltungen zahlreiche Gäste nach Kulmbach locken, sind im Innern des Wahrzeichens der Stadt mehrere Museen untergebracht, so zum Beispiel das Deutsche Zinnfigurenmuseum, welches die größte Sammlung weltweit umfasst.
Über 1000-jährige Geschichte lässt sich in Kronach erleben. Die Geburtsstadt von Lucas Cranach dem Älteren besitzt eine einzigartige Altstadt, welche von drei Flüssen in Form eines Dreiecks eingeschlossen und durch Sandstein- und Fachwerkhäuser, Stadtmauern, Tore, Türme und Gewölbekeller geprägt ist. Mit der Festung Rosenberg befindet sich hier zudem eine der am besten erhaltenen Festungsanlagen Deutschlands. Die von barocken Befestigungen umgebene Höhenburganlage kann mit Recht als "trutzig" bezeichnet werden, da sie niemals gewaltsam eingenommen wurde. Heute stehen die Tore der Festung vor allem Kunstliebhabern offen: In der fränkischen Galerie, einem Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums, werden bedeutende Tafelgemälde des 13. bis 16. Jahrhunderts sowie eine große Auswahl kostbarer Skulpturen der Gotik und der beginnenden Renaissance, präsentiert. Wer darüber hinaus in der Stadt, die auch als das "Tor zum Frankenwald" bezeichnet wird, selbst aktiv werden will, kann von Kronach aus gleich auf der Bier- und Burgenstraße loswandern und so auch die landschaftlich reizvolle Umgebung kennenlernen.


Schon Martin Luther wohnte auf der Veste

Eine weitere beeindruckende Burganlage kann in Coburg besucht werden. Die sehr gut erhaltene "Veste Coburg" hat eine Ausdehnung von etwa 135 mal 260 Meter und überragt von einem 160 Meter höhergelegenen Burghügel aus die ehemalige Residenzstadt der Herzöge von Sachsen-Coburg. Auch die Veste Coburg wurde nie erobert, sondern konnte lediglich 1635 durch die List eines gefälschten Briefs, in welchem Herzog Johann Ernst die Übergabe befahl, eingenommen werden. Die Stadt, deren Motto nicht umsonst "Werte und Wandel" lautet, verbindet gekonnt Tradition und Innovation. Und zwar im wirtschaftlichen wie im kulturellen Bereich. Im Europäischen Museum für Modernes Glas zum Beispiel können Besucher auf 1.200 qm Ausstellungsfläche die Geschichte des Studioglases von den 1960er Jahren bis heute nacherleben. Eine Glastreppe führt ins Obergeschoss zum Sonderausstellungsraum und zum Lampenglasstudio als besondere Attraktion. Auf der Galerie erfährt der Besucher darüber hinaus anschaulich aufbereitete Informationen über Glas und dessen Verarbeitung. Einmal jährlich glitzert Coburg dann kunterbunt: Am zweiten Wochenende im Juli verwandeln tausende Trommler, Tänzerinnen, Sänger und Musiker das altehrwürdige Coburg in die heimliche Hauptstadt des Samba und versetzen die "fränkische Krone" in einen wahren Rhythmus-Rausch. Oberfranken Offensiv, 12/2015

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