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Weiterbildung per Fernstudium

Sie können das Wort Weiterbildung nicht mehr hören? Verständlich. Unzählige Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es, von einschlägigen Seminaren bis hin zu Lehrgängen. Doch wie wäre es mit einem Studium?
 
Was ist ein Fernstudium?
Bei einem Fernstudium studiert man ohne eine Universität oder Fachhochschule zu besuchen. Ein Internetzugang ist Pflicht, denn online bekommen Sie verschiedene Materialien zu Ihrem Studium bereitgestellt. Das können Textdateien, Audio- und/oder Videodateien oder Foren sein. Kurz: Die Materialien bekommen Sie zugesandt oder per Internet, gelernt wird von daheim, wann und wo Sie wollen. Bei Prüfungen müssen Sie allerdings anwesend sein. Sogenannten Bildungsurlaub, also Urlaub für eine Weiterbildung, gibt es in Bayern nicht.
Hat jemand durch diese Art des Studiums einen Abschluss erlangt (Bachelor oder Master), gilt dieser nur dann, wenn er vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie vom Akkreditierungsgrad offiziell anerkannt ist. Bisweilen ist jedoch nicht jedes Fernstudium akademisch. Deswegen unterscheidet man zwischen Fernstudium (akademisch) und Fernlehrgang (nicht akademisch). Sie sollten sich im Vorfeld erkundigen, welchen Abschluss Sie mit dem gewählten Studiengang anstreben. Zudem muss zwischen privaten und öffentlichen Anbietern unterschieden werden.

Wer darf ein Fernstudium machen?
Ein Fernstudium darf derjenige machen, der die Zugangsvorraussetzungen für den gewählten Studiengang mitbringt. Bei öffentlichen Hochschulen ist dies in der Regel das Abitur oder ein erfolgreich abgeschlossener Bachelorstudiengang (bei einer Bewerbung für einen Masterstudiengang). Private Anbieter sind meist etwas lockerer, was diese Voraussetzungen angeht. Dort kann man meist auch einen Fernstudiengang besuchen, wenn man keine Hochschulreife erworben hat.

Wie Fernstudium finanzieren?
Die Kosten eines Fernstudiums sind unterschiedlich hoch. Private Anbieter sind meist teurer als öffentliche Hochschulen. Manchmal sind die Kosten für ein Fernstudium höher als für ein Präsenzstudium. Neben den allgemeinen Kosten und den Gebühren für (mögliche) Seminare und Prüfungen, sollten auch noch weitere Kosten bedacht werden: Beinhaltet Ihr Studium eine gewisse Anzahl an Präsenz-Seminaren, sind Anreise- und Übernachtungskosten hinzuzurechnen. Auch Lernmaterialien können als Zusatzkosten auf Sie zukommen. Beachten Sie hierbei auch die Dauer des Fernstudiums.
Nicht jeder kann ein Fernstudium aus eigener Tasche bezahlen. Wenn Sie das Studium neben einem Vollzeitjob absolvieren, übernimmt vielleicht Ihr Unternehmen die Kosten dafür. Das sollten Sie jedoch schon im Vorfeld abklären und schriftlich festhalten, damit es später keine böse Überraschung gibt. Beachten Sie hierbei auch die Eventualität, dass Sie Ihr Studium abbrechen. (In der Regel muss das vom Arbeitgeber bereits entrichtete Geld für das Studium vom Arbeitnehmer zurückbezahlt werden!)
Eine weitere Möglichkeit ist das Beantragen von BAföG. Jedoch müssen hier bestimmte Voraussetzungen gegeben sein, dass diese Art der finanziellen Unterstützung greift. BAföG gilt – neben den allgemeinen Voraussetzungen – für ein Fernstudium an einer staatlich anerkannten Hochschule. Auch ein Schüler- und Meister-BAföG kann man beantragen.
Das Arbeitsamt kann einen Bildungsgutschein vergeben, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vergibt eine Bildungsprämie, ein Aufstiegsstipendium oder ein Weiterbildungsstipendium. Natürlich gibt es auch noch andere Einrichtungen, die Stipendien vergeben und für die Sie sich bewerben können. Bei jeder Förderung sind die speziellen Voraussetzungen jedoch zu beachten.
Studienkredite können auch zu einer Finanzierung dienen. Zudem lassen sich manche Kosten steuerlich absetzen. Allerdings gelten auch hier wieder ein paar Voraussetzungen.

Wo Fernstudium machen?
Bei der Wahl der geeigneten Einrichtung sollten Sie sich bewusst machen, welchen Ruf diese hat und ob sie sich positiv auf ihren beruflichen Werdegang auswirkt. Das bedeutet, dass der angestrebte Abschluss anerkannt sein soll. Unterschiede gibt es auch bei den Kosten und der Dauer sowie zwischen privaten und öffentlichen Anbietern. Falls Sie nicht genug Informationen im Internet finden, lassen Sie sich Info-Broschüren zukommen und/oder fragen Sie Ihren Arbeitgeber nach passenden Institutionen.
 


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