weiterbildung

Nachhilfeunterricht

Nachhilfe richtig nutzen

Eine Expertin gibt Tipps für Eltern rund ums Thema Nachhilfe.
Nachhilfe macht vor allem dann Sinn, wenn es in einzelnen Fächern plötzlich konkrete Probleme gibt.  Foto: dpa-mag
 
von PR-REDAKTION
Nachhilfe soll manche Kinder vor dem Schulwechsel retten, andere möchten ohnehin schon gute Noten damit aufpolieren. Eine Expertin gibt Tipps rund um das Thema Nachhilfe:

Angebote nutzen: Nachhilfe macht vor allem dann Sinn, wenn es in einzelnen Fächern plötzlich konkrete Probleme gibt oder das Kind den Anschluss verloren hat. Hilfreich ist dann, nach Angeboten an der Schule zu schauen, rät Maria Große Perdekamp, Leiterin der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Dort wird beispielsweise Förderunterricht angeboten, der auf die Lerninhalte des Unterrichts abgestimmt ist.

Privaten Sorgen auf den Grund gehen: Nachhilfe macht keinen Sinn, wenn etwa private Sorgen der Grund für das schwache Abschneiden in der Schule sind. Dann sollte eher das eigene Verantwortungsgefühl des Jugendlichen gestärkt werden - oder die Ursache für die persönlichen Sorgen sollte beseitigt werden.

Kind nicht schon präventiv zur Nachhilfe schicken: Ist ein Kind gut in der Schule, soll aber noch besser werden oder einfach gut bleiben, ist Nachhilfe eher der falsche Weg, sagt Große Perdekamp. "Denn damit signalisiert man eigentlich ein Problem." Das kann die Schüler unnötig unter Druck setzen. Und: Gute Schüler können es aus eigener Kraft schaffen, ihre Noten zu verbessern und Erfolgserlebnisse zu haben. Eine wichtige Erfahrung für Kinder und Jugendliche.

Kinder zum selbstständigen Lernen anleiten: Eltern sollten keine Vorwürfe machen, das Kind nach seiner Sicht fragen und jeden einzelnen Schritt loben, der in die richtige Richtung geht. Den meisten Kindern ist es wichtig, in ihrer Klassengemeinschaft bleiben zu können - das kann beispielsweise eine Motivation sein. Eltern können mit dem Kind eine Problemanalyse machen und beispielsweise gemeinsam Lernmaterialien für zu Hause anschaffen - dann bekommen Kinder oft einen anderen Blick auf den Unterrichtsinhalt. Wichtig ist, dass Eltern ihnen nicht zu viel abnehmen: Etwa ab der sechsten Klasse sollte sich der Nachwuchs für seine schulischen Leistungen selbst verantwortlich fühlen. dpa-mag
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