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Nachhilfe

Einen Nachhilfe- Anbieter finden

Worauf geachtet werden sollte, damit Nachhilfe effektiv etwas bringt.
Kommen Schüler im Unterricht nicht mehr mit, ist Nachhilfe oft eine sinnvolle Ergänzung.  Foto: dpa-mag
 
von PR-REDAKTION
Nach den nächsten Zeugnissen werden die Nachhilfeanbieter voraussichtlich wieder großen Zulauf haben. Ob private oder gewerbliche Nachhilfe besser ist, hängt vom Einzelfall ab.
Ein älterer Schüler treffe möglicherweise eher die Sprache des Jugendlichen, sagt Prof. Eiko Jürgens, Schulpädagoge von der Universität Bielefeld. Allerdings hätten Schüler meist keine pädagogischen Fachkenntnisse. Dem Unterricht in Nachhilfe-Instituten liegt dagegen in der Regel ein entsprechendes Konzept zugrunde.
Welche Qualifikation die dortigen Lehrer haben, ist allerdings oft unklar. Laut einer Studie des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) in Berlin gibt es dazu kaum Informationen.
"Eltern sollten nachfragen, welche Qualifikation der Lehrer hat und wie lange er schon Nachhilfe gibt", rät Jürgens. Die Nachhilfe-Institute bieten oft Gruppenunterricht an. Mehr als fünf Schüler sollten aber nicht zusammen lernen, sagt der Schulpädagoge Prof. Ludwig Haag von der Universität Bayreuth. Wichtig ist, dass der Lehrer sich um jeden einzelnen Schüler kümmert und keiner unbeschäftigt bleibt.
Damit die Schüler optimal gefördert werden können, müssen ihre Defizite ermittelt werden. Deshalb sei eine individuelle Einstufung wichtig, erklärt Jürgens. Doch daran hapert es oft, wie die Stiftung Warentest ermittelt hat. Die Tester schilderten zwölf Anbietern Probleme von Schülern. Von einer differenzierten Beratung könne kaum die Rede sein, lautete das Fazit. Die großen Institute Schülerhilfe und Studienkreis bieten laut der Stiftung Warentest zwei Probestunden an. Die Mindestlaufzeit der Verträge beträgt der FiBS-Studie zufolge sechs Monate, danach verlängern sie sich automatisch. Hält der Anbieter nicht, was er verspricht - sind etwa die Gruppen größer als vereinbart - ist das laut Haag ein Grund, den Vertrag zu kündigen. dpa-mag

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