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Was tun gegen Aufschieberitis?

Prokrastination ist weit verbreitet. Die Aufschieberitis ist nicht nur unter Studenten bekannt. Was kann man dagegen tun und wie äußert sie sich?
 
Während des Studiums ist es vielen bekannt, aber auch Schüler und Arbeitnehmer leiden unter ihr: der Aufschieberitis, auch Prokrastination genannt. Dinge werden hierbei nicht sofort erledigt, sondern zeitlich nach hinter verschoben. Statt eine wichtige Aufgabe zu erledigen, wird beispielsweis geputzt. Dieses Verhalten kann sogar krankhaft werden und das eigene Leben beeinträchtigen.

Welchen Grund hat die Aufschieberitis?
Die Auslöser der Aufschieberitis können vielfältig sein: Eine mangelnde Motivation, Perfektionismus oder eine Depression sind lediglich drei Beispiele.

Wie äußert sich Prokrastination?
Die Symptome sind eigentlich ganz einfach zu erkennen: Statt sich einer wichtiger Aufgabe zu widmen und diese zu erledigen, werden andere Arbeiten vorgezogen. Das können Nebensächlichkeiten sein, das Surfen im Internet oder der Hausputz. Grundsätzlich tun die Betroffenen etwas, jedoch nicht das Wichtige auf ihrer Liste. Innere Unruhe oder Schlafstörungen können hier Begleiter sein. Sogar Angst und Depression sind zwei Folgen.

Was tun gegen Aufschieberitis?
Ist man erst einmal betroffen, ist es nicht einfach, sein Handlungsmuster zu ändern. Allerdings beginnt die Veränderung bei einem selbst. Auch wenn der Anfang schwierig ist, sollten Sie einfach mit der unangenehmen Aufgabe beginnen. Identifizieren Sie alle Handlungen, die nur Zeit in Anspruch nehmen, jedoch nicht zur Zielerreichung beitragen. Diese sollten Sie auf ein minimales Zeitfenster reduzieren.
Hierzu können Sie sich beispielsweise eine Routine setzen: Nach dem Aufstehen frühstücken Sie und setzen sich anschließend mit einem Glas Saft an die anstehende Aufgabe. Hierbei ist es sinnvoll, die unangenehmen, aber wichtigen Angelegenheiten zuerst zu erledigen. Ihre individuelle Leistungskurve sagt Ihnen außerdem, zu welchen Tageszeiten Sie besonders produktiv und konzentriert arbeiten können. Nutzen Sie diese.
Ordnen Sie Ihre Aufgaben nach Dringlichkeit und Wichtigkeit. Eine schriftliche Visualisierung hilft hier, die einzelnen Punkte im Blick zu behalten und Erledigtes abhaken zu können. Lösen Sie eine Aufgabe nach der anderen und nicht mehrere gleichzeitig. Konzentrieren Sie sich auf ein Thema.
Setzen Sie sich realistische Ziele. Auch Tagesziele sollten erreichbar sein, denn sonst wirkt sich das Ganze nur negativ auf die Motivation aus. Um die Motivation etwas anzukurbeln, sollten Sie sich bewusst machen, wie gut Sie sich fühlen werden, wenn Sie die Aufgabe erledigt haben. Auch Anreize und Belohnungen helfen dabei, die Arbeit zu verfolgen und dranzubleiben. Kleine Schritte führen auch zum Ziel. Mit einer konkreten Planung können Sie sich gut vorbereiten.
Ablenkung sollte vermieden werden. Wenn Sie sich also vornehmen, eine Stunde lang zu arbeiten, sollten Sie Smartphone und Internet nicht nutzen. Gerade diese zwei Faktoren lenken meist zu sehr ab. Es reicht auch, wenn Sie früh und abends Ihre Mails checken. Setzen Sie einen Zeitraum für soziale Netzwerke fest und überschreiten Sie diese Zeit nicht.
Planen Sie Pausen mit ein. Wer weiß, dass er nach ein oder zwei Stunden etwas anderes macht, wird leichter die Aufgabe erledigen können.
Auch das äußere Umfeld spielt bei der Konzentration eine Rolle. Räumen Sie einmal auf und fangen Sie dann an zu arbeiten. Selbst wenn gerade keine Motivation hierfür vorhanden ist, sollten Sie einfach beginnen. Fällt es Ihnen schwer, können auch Freunde oder Familienmitglieder eine Hilfestellung geben. Bei der Klausurvorbereitung können Lerngruppen helfen. Hier kann man nicht nur den Stoff austauschen, sondern sich auch gegenseitig motivieren.

Sollte die Prokrastination Sie in Ihrem Leben negativ beeinträchtigen oder gar Auslöser für eine Depression oder Ähnliches sein, dann suchen Sie einen Psychologen auf. Dieser kann mit Ihnen weitere Behandlungsschritte besprechen.
 


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