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Ausbildungsmesse:BA

Gegen den Trend

Ein positives Bild: In Oberfranken bleibt die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge stabil.
Sie werden nicht viel mehr, aber auch nicht viel weniger: die Zahl der Auszubildenden in Oberfranken bleibt stabil. Der im Fotomotiv dargestellte junge Mann will übrigens Automobil-Kaufmann werden, ein Beruf, der in der Beliebtheitsskala der Berufe in Oberfranken weit oben rangiert. Foto: BBIB
 
von PR-REDAKTION
Neuer Tiefstand bei den Lehrberufen. Immer weniger junge Frauen und Männer streben eine klassische Ausbildung an. In den bundesweiten Trend, belegt mit Zahlen des Statistischen Bundesamtes, reiht sich Oberfranken nicht ein. Sowohl die Industrie- und Handelskammer (IHK) für Oberfranken als auch die Handwerkskammer (HWK) für Oberfranken können mit Zahlen aufwarten, die ein positives Bild zeichnen.
Laut der Zahlen der Statistiker haben vergangenes Jahr so wenig Jugendliche wie noch nie eine Berufsausbildung in Deutschland begonnen. Die Rede ist von immerhin noch 510 900, die eine Lehre in Angriff genommen haben. Als ein Grund für den fortwährenden Rückgang wird die demografische Entwicklung angeführt.
Die Zahl der jungen Menschen nimmt ab. Hingegen nimmt die Zahl der Jungen zu, die sich für ein Studium entscheiden, ein weiterer Grund für die Abnahme der Ausbildungsverträge.
IHK und HWK stemmen sich gegen den Trend. Michaela Heimpel von der HWK für Oberfranken erzählt von Handwerkern, die sich nicht scheuen, vor Schulklassen ihren Beruf nahezubringen. Von der "Elternstolz"-Kampagne gemeinsam mit der IHK, die beabsichtigt, Eltern vom Wert einer Ausbildung zu überzeugen. Von Handwerkspaten, Nachwuchswerbung und dem Ringen um Abiturienten und Studienabbrecher mit dem Ziel, diese Gruppe für eine Ausbildung zu gewinnen. "Wir haben gekämpft und jetzt freuen wir uns!" Unter Veränderung zwischen 2015 und 2016 steht bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen - 2124 an der Zahl - das zarte Plus von fünf Prozent. Die wenn auch zaghafte Trendumkehr nach zehn Jahren, die von Rückgang geprägt waren.


Sorgenkinder

Das bedeutet kein Stopp der Bemühungen. Berufe im Nahrungsmittelhandwerk zum Beispiel bleiben, weil schwer zu vermitteln, Sorgenkinder.
4355 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge in 2016 verzeichnet die IHK für Oberfranken in Bayreuth. "Wir sind die einzige Kammer in Bayern, bei der die Zahlen in den letzten drei Jahren stabil geblieben sind", berichtet Peter Belina von der IHK stolz. Nach seiner Ansicht tragen mehrere Faktoren zu der günstigen Entwicklung entgegen des Bundestrends bei. Gleichwohl wie bei der HWK aktives Werben für Ausbildungsberufe.
Eingesetzt werden etwa Ausbildungsscouts aus den Betrieben. Selbst noch in der Ausbildung beabsichtigen sie, jungen Menschen in Schulen oder auf Messen Ausbildungsberufe nahezubringen.


Vorteilhafte Struktur

Vorteilhafte Struktur: In der Region wird überdurchschnittlich viel ausgebildet, das Angebot an Ausbildungsberufen ist breit gefächert. Und hohe Qualität. Die macht Belina daran fest, dass bei der Wahl der Bundesbesten in der Ausbildung Kandidaten aus Oberfranken regelmäßig dabei sind. geb
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